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MEYER WERFT treibt den Wandel für eine langfristige Zukunft voran

03. January 2022  Wolfgang Fäth 
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Das MEYER Transformation Programm steht für eine systematische Verbesserung sowie die Einbindung von Mitarbeitern aus vielen Bereichen! Beim Thema Personalanpassungen ist es so, dass trotz der Krise 90 % der Mitarbeiter an Bord bleiben und im Engineering neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Der Schlüssel zur Zukunft sind unter anderem neue und nachhaltige Schiffstypen. 

Bernhard Meyer, einer der beiden Geschäftsführer der MEYER WERFT äußerte sich wie folgt: "Als Familienunternehmen sind wir für so einen Wandel gut aufgestellt, denn wir können schnell Entscheidungen treffen und gleichzeitig langfristig orientiert handeln. Geschäftsführer Jan Meyer sagte: "Die Herausforderung ist jeden Tag die notwendige Hochleistung beim Bau von unseren Schiffen zu erbringen und gleichzeitig systematisch den Wandel voran zu treiben."

Das hat sich auch im Krisenjahr 2021 bewährt: Trotz der COVID-19-Krise wurden zwei große und höchst moderne Kreuzfahrtschiffe ausgeliefert, und zwar die Odyssey of the Seas und die AIDAcosma. Beide wurden bereits an zwei amerikanische Kreuzfahrtreedereien ausgeliefert.

Geschäftsführer Jan Meyer voller Stolz: "Gleichzeitig haben wir in 2021 an allen drei MEYER Standorten das Programm MEYER Transformation gestartet, um systematisch unsere Prozesse zu verbessern und unsere Wettbewerbsfähigkeit so zu erhöhen. Jetzt arbeiten jeden Tag Mitarbeiter aus den unferschiedlichsten Bereichen an vielen Verbesserungsprojekten."

Das Jahr 2021 war jedoch auch gekennzeichnet durch Verhandlungen zum nicht vermeidbaren Personalabbau, welche im Juli 2021 zu einer Vereinbarung mit dem Betriebsrat geführt haben. Jan Meyer: "Dank dieser Veränderungen und weiteren intelligenten Lösungen ist uns gelungen, tausende Arbeitsplätze in den Regionen Emsland und Ostfriesland zu erhalten, obwohl sich unsere Arbeitslast in den kommenden Jahren mit 40 % nahezu halbiert hat."

Die deutsche MEYER Gruppe hatte bereits im Jahr 2020 einen Verlust von etwa € 180.000,- zu verbuchen. Geschäftsführer Jan Meyer dazu: "Um diesen Verlust zu kompensieren und Fehlbeträge in Zukunft möglichst zu vermeiden, haben wir in diesem Jahr bereits viele Anstrengungen unternommen. Diese besonderen Anstrengungen werden auch in den kommenden Jahren notwendig sein. Wenn alle dabei an einem Strang ziehen, werden wir auch wieder Gewinne erwirtschaften. Abgesehen davon sind diese Gewinne erforderlich, um in Papenburg und Rostock investieren zu könnnen." Geschäftsführer Thomas Weigend: "Ein weiterer Schlüssel für eine langfristige Zukunft, waren und sind neue Aufträge und sowie neuerdings auch die Ergänzung unseres Produktportfolios."

Da die Krise in der Kreuzfahrtbranche leider immernoch anhält, hat die MEYER WERFT ihr Produktportfolio 2021 mit kleineren Schiffen und neuen Schiffstypen erweitert! So wurde zum Beispiel mit dem Auftrag der japanischen Reederei NYK der erste Auftrag für ein Kreuzfahrtschiff seit Beginn der Pandemie erhalten. Dieses kleine und exklusive Schiff mit 228,9 Metern Länge soll im Jahre 2025 ausgeliefert werden. Geschäftsführer Thomas Weigend: " Diesen Auftrag haben wir dank unseres überzeugenden Schiffskonzepts, aber auch wegen eines harten Preisangebots bekommen. Mit den Verbesserungen aus unserem MEYER Transformation Programm wird dieses Schiff aber ein Erfolg."

Ende Juli vereinbarte die MEYER WERFT eine Absichtserklärung über den Bau eines Apppartementschiffes, der M/Y Njord, was jedoch noch unter einem Finanzierungsvorbehalt steht. Dieses Schiff verfügt über einen LNG-Antrieb (Flüssiggas) sowie eine Hybrid-Batterie-Anlage. Geschäftsführer Thomas Weigend: "Wir setzen bei allen Gesprächen mit Reedereien auf nachhaltige Antriebe und neue Ideen für Schiffskonzepte. Vieles ist bereits einsatzbereit, wie die weltgrößte Brennstoffzellen-Installation an Bord der Silver Nova zeigt. Ihren Bau haben wir im November begonnen."

Bei der Silver Nova, dem Neubau von Silversea, liegt der Energy Efficiency Design Index (EEDI) bereits 25 % über den Vorgaben der IMO. Das vier Megawatt starke Brennstoffzellensystem wird ergänzend zu den LNG-Maschienen als erste große Installation dieser Art in der Kreuzfahrtbranche für die Stromversorgung des Schiffes eingesetzt und den gesamten Hotelbetrieb versorgen, womit die Schadstoffemissionen während der Liegezeiten im Hafen komplett vermieden werden. Außerdem sorgt das neu entwickelte Micro Auto Gasification System (MAGS) dafür, dass das Abfallvolumen an Bord reduziert wird, was zu nochmals geringeren Verbrennungsemissionen führt.

Auf der Monaco Yacht Show wurde von der MEYER Gruppe die MEYER Jacht vorgestellt und somit der Einstieg in ein weiteres Segment bekanntgegeben. Die Megayacht-Konzept ONE 50 wird komplett mit Brennstoffzellen und Batterien betrieben und sorgte für ein großes Aufsehen und ein sehr positives Feedback aus der gesamten Branche. Bernhard Meyer dazu: "Auch bei Megayachten setzen wir selbstvberständlich voll auf Innovation und Nachhaltigkeit. Hinzu kommt, dass wir in unseren überdachten Baudocks Schiffsgrößen realisieren können, die andere Werften nicht anbieten können."

Geschäftsführer Thomas Weigend: "Es klingt paradox, aber es ist nun einmal Teil eines komplexen Wandels mit komplexen Produkten und Prozessen; Wir schaffen im Engineering über einhundert neue und zusätzliche Arbeitsplätze, während wir in anderen Teilen des Unternehmens abbauen und der Erfolg der Stärkung des Engineerings ist gleichzeitig der Schlüssel um die Arbeitsplätze in der Fertigung zu sichern. Alle daran Beteiligten tragen hier alle eine große Verantwortung diesen Wandel zu einem Erfolg zu machen. Nur mit diesem Wandel können wir eine gute langristige aber andere Zukunft bauen."

Die MEYER WERFT hat Handlungsstärke im Bereich der präventiven Fürsorge für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter während der COVID-19-Pandemie bewiesen, denn es wurden in 2021 rund 165.000 Antigentests und 16.000 PCR-Tests durchgeführt sowie mehr als 155.000 Selbsttests an die Mitarbeiter ausgegeben. Damit wurde das Infektionsrisiko minimiert und die vierte Welle auf dem Werftgelände ist nahezu ausgeblieben. Am Tor 5 der MEYER WERFT ist zudem ein öffentliches Testzentrum in Betrieb. Auch vielseitige Impfangebote gibt es auf dem Werftgelände! 

Im Jahre 2022 liefert die MEYER WERFT wieder zwei neue Kreuzfahrtschiffe aus. Im Frühjahr wird die Disney Wish für Disney Cruise Line fertiggestellt - ein Schiff welches mit einer Vielzahl von modernsten Entertainment-Installationen und einer neuartigen Wasserrutsche neue Highlights auf See bringen wird. Im Herbst folgt dann die ARIVA für die Reederei P&O Cruises, welche maßgeschneidert für britische Passagiere sein wird.
Quelle: MEYER Werft GmbH & Co. KG

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