Grüner Kurs auf See: Mein Schiff InTUItion-Klasse erweitert die Nutzung alternativer Kraftstoffe um Bio-LNG

05. August 2026  Rebecca Wohland 
Hafenaufnahme vom Tanken des Bio LNG Treibstoffs

Der Flottenzuwachs von TUI Cruises ist vorerst komplett: Seit Juni 2026 verstärkt die Mein Schiff Flow als zweiter LNG-Neubau die InTUItion-Klasse. Dank moderner Dual-Fuel-Motoren lassen sich die Schiffe flexibel mit Flüssiggas oder Marinediesel betreiben und auch fossilfreie Alternativen wie Bio- oder E-LNG können direkt ohne Umbau getankt werden.

Als klimafreundlicher Biomethan-Kraftstoff sorgt Bio-LNG für eine deutliche Reduzierung der Treibhausgase im Vergleich zu herkömmlichen Brennstoffen. Die Mein Schiff Relax, die den umweltfreundlicheren Treibstoff bereits 2025 erstmals bunkerte, bestreitet ihre komplette Nordeuropa-Saison im Sommer damit. Parallel dazu übernimmt die Mein Schiff Flow seit dem Sommer 2026 in Barcelona kontinuierlich Bio-LNG und setzt diesen Betrieb nahtlos im Winterfort.

Der gezielte Umstieg auf alternative Treibstoffe wie Bio-LNG bildet eine tragende Säule der unternehmenseigenen Strategie zur schrittweisen Dekarbonisierung.

TUI Cruises CEO Wybcke Meier erklärt: „Wir übernehmen Verantwortung entlang
der gesamten Wertschöpfungskette – von der Produktentwicklung bis zum Schiffsbetrieb. Unser Ziel ist es, die Umweltauswirkungen unseres Geschäftsbetriebs schrittweise zu reduzieren. Durch den Einsatz von Bio-LNG haben wir in diesem Jahr bereits ca. 26.000 Tonnen CO₂e eingespart – im Gegensatz zu einem Betrieb mit konventionellen Kraftstoffen (Status Juli 2026). Im gesamten Jahr 2026 werden es voraussichtlich rund 50.000 Tonnen CO2e Einsparung sein.“

Zusätzlich punktet die neue Schiffsgeneration mit optimierten Katalysatoren, welche die Stickoxidemissionen im Hafenbereich auf ein mit Euro-6-Standards vergleichbares Niveau drosseln. Ergänzend verfügen die Schiffe über Landstromanschlüsse. Da Hafenliegezeiten etwa 40 Prozent der gesamten Betriebszeit ausmachen, lässt sich die bordeigene Stromerzeugung vor Ort bei entsprechender Infrastruktur komplett abschalten, was die Emissionen am Kai drastisch senkt. Der Einsatz von Landstrom konnte im Vergleich zum Vorjahr weiter gesteigert werden, wobei der bezogene Strom bislang zu über 90 Prozent aus erneuerbaren Quellen stammt.

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