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Die MEYER WERFT geht den nächsten Schritt in Richtung klimaneutrales Schiff

09. September 2022  Franziska Unger 
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Ein Partner der bekannten MEYER WERFT erhält weltweit die erste Zertifizierung für methanolbetriebene Brennstoffzellen auf hoher See!

Das methanolbetriebene Brennstoffzellensystem vom strategischen Parner der MEYER WERFT, die Firma Freudenberg e-Power Systems, hat als erstes System dieser Art eine Klassenzulassung erhalten. Daher kann dieses neue System nun auf den Schiffen eingesetzt werden - es stellt einen sehr wichtigen Schritt in der Entwicklung hin zu neuen maritimen Energiesystemen sowie einer klimafreundlichen Schifffahrt dar.

Die MEYER GRUPPE hat in seiner Entwicklungsarbeit welche bereits mehr als 15 Jahre dauert, bereits einige wichtige Schritte in der Entwicklung gemacht: In den beiden Forschungsprojekten Pa-X-ell und Pa-X-ell2 wurde zuerst die Brennstoffezelle auf hoher See und anschließend die Integration in ein Schiffssystem erforscht und anschließend entwickelt. Nun arbeitet die MEYER Gruppe mit Freudenberg e-Power Systems als strategischem Partner zusammen - vorher hatten sie es bereits mit anderen Partnern versucht - welche auch mit eigenen Kapazitäten bei dem sehr hohen Entwicklungstempo mitgehen.

Auf der MEYER WERFT wird momentan die Silver Nova gebaut - sie wird mit dem größten Brennstoffzellensystem weltweit ausgestattet, was es auf einem Kreuzfahrtschiff geben wird. Damit kann das Schiff im Hafen vollständig betrieben werden und das ganz ohne Verbrennungsmotoren. Ebenso arbeiten die MEYER WERFT mit Freudenberg e-Power Systems zusammen im Forschungsprojekt Pa-X-ell2, bei dem an Bord der AIDAnova diese Brennstoffzellen nachgerüstet werden.

In Zukunft sind noch weitere Kooperationen geplant und das nicht nur für neue Schiffe, sondern auch bei Schiffen, die bereits auf den Meeren unterwegs sind. MEYER NEPTUN Engineering entwickelt hierzu bereits vollständige Lösungen zur Nachrüstung, in Zukunft werden sie noch in einem Büro gemeinsam mit Freudenberg e-Power Systems zusammenarbeiten, sodass die Entwicklungen alle noch ein wenig schneller vorangetrieben werden.

Hierzu äußert sich Malte Poelmann, Chief Technology Officer der MEYER Gruppe, wie folgt: „Wir erreichen hiermit ein weiteres wichtiges Zwischenziel in unserer Strategie zur grünen Schifffahrt. Seit mehr als 15 Jahren forschen und entwickeln wir an der Brennstoffzellen-Technologie für den maritimen Einsatz und verzeichnen nun die ersten Erfolge. Die 1300 Ingenieure in unserem Global Design Team entwickeln schon heute die klimafreundlichen Schiffsprototypen von morgen“

Weitere Spezialisten sowie Nachwuchskräfte werden von Global Design gesucht - sie fassen alle Entwicklungs- und Designaktivitäten der MEYER Gruppe zusammen. Zudem werden noch Architekten gesucht, da das Produktportfolio sehr breit ist und aus Kreuzfahrt- und Spezialschiffen, MEYER Yachts sowie MEYER Floating Solutions besteht. Ingenieure der MEYER Gruppe arbeiten an verschiedenen Standorten im Global Design europaweit zusammen, meistens digital.

Ein Wendepunkt zur maritimen Nachhaltigkeit

Um das Gesamtsystem "Schiff" mit ihrem hohen Wirkungsgrad und der Integration dezentraler Energiesysteme zu optimieren, ist die Entwicklung der Brennstoffzelle für die Schifffahrt ein sehr wichtiger Baustein. Daher ist bereits heuteder Einsatz von Brennstoffen welche regenerativ erzeugt wurde, wie Wasserstoff, Methanol und Biogas, möglich.

Es ist in der Schifffahrt sinnvoll, Wasserstoff welcher regenerativ erzeugt wurde und notwendig ist für den Betrieb einer Brennstoffzelle, chemisch zu binden - das sorgt dafür, dass eine höhere Energiedichte erreicht wird und die Brennstoffzelle für die Hochseeschifffahrt wirtschaftlich und praktisch nutzbar ist.

Auf dem Weg zur maritimen Nachhaltigkeit und zur Erreichung der IMO-Emissionsreduktionsziele stellt der Einsatz von klimaneutralem Methanol einen wichtigen Wendepunkt dar. Unter normalen Umständen ist Methanol, ein einfacher Alkohol, flüssig und weist eine etwa dreimal höhere Energiedichte als verflüssigter Wasserstoff auf. Klimaneutrales Methanol zeichnet sich aus durch bewährte Herstellungsverfahren sowie eine gute Verfügbarkeit, zudem ist er ein wichtiger Rohstoff für die chemische Industrie.

Die für den Reformer von Methanol zu Wasserstoff benötigte Wärme kann direkt aus der Abwärme der Brennstoffzellen gewonnen werden. In einer vorgefertigten, modularen Einheit befinden sich Brennstoffzellenstacks, Reformer und Steuerelektronik sowie alle Komponenten zur Medienversorgung. Dieses Containment-Design ermöglicht eine einfache Installation an Bord!

Quelle: MEYER WERFT GmbH & Co. KG

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