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Ab diesem Sommer Landstrom für zwei MSC-Schiffe

21. April 2022  Franziska Unger 
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Warnemünde und Southampton: Ab Sommer bereit für Landstrom 
Zwei Schiffe der Flotte von MSC Cruises werden ab Ende Mai und während der gesamten Sommersaison 2022 erstmals durchgängig Landstrom nutzen: die MSC Poesia in Warnemünde und die MSC Virtuosa am neuen Horizon Cruise Terminal im Hafen von Southampton in Großbritannien. 

Der größte Landstromanbieter für Kreuzfahrtschiffe in Europa ist der Hafen von Warnemünde. Europas führender Kreuzfahrthafen, Southampton, fertigt jährlich über zwei Millionen Passagiere ab und ist der erste Hafen in Großbritannien, der Landstrom für Kreuzfahrtschiffe bereitstellt.

Die Bereitstellung und Nutzung von Landstrom wurde in beiden Fällen durch die enge Zusammenarbeit mit den lokalen Behörden auf der Grundlage gemeinsamer Interessen ermöglicht. Die Reederei ist dankbar für die Unterstützung durch die Hafenbehörden, um die Abnahme der Anlagen abzuschließen, bevor diese in einigen Wochen in Betrieb genommen werden können.

Letztes Jahr hat MSC Cruises sich bereits dazu verpflichtet, bis zum Jahr 2050 keine Treibhausgasemissionen mehr zu verursachen und erforscht und investiert daher kontinuierlich in neue Technologien, welche zur Dekarbonisierung beitragen. Die Auswirkungen von Kreuzfahrtschiffen auf die Hafenstädte und -gemeinden und ihre Umwelt während der Liegezeit im Hafen zu minimieren ist auf diesem Weg von zentraler Bedeutung. Bis Ende diesen Jahres soll die Hälfte der Schiffe von MSC Cruises bereits über einen Landstromanschluss verfügen. Die Landstromversorgung, soll es den Schiffen ermöglichen ihre Motoren abzuschalten und sich an die lokale Stromversorgung anzuschließen um die Bordsysteme zu betreiben. Die von Dieselgeneratoren verursachten Emissionen werden vermieden, indem der Strom über einen speziellen Transformator im Hafen zum Schiff geleitet wird. Die Luftqualität vor Ort wird somit verbessert, der Lärm- und Vibrationspegel reduziert und die Hafenregionen und die Umwelt profitieren somit direkt von der Landstromtechnologie. Um die Nutzung der Landstromtechnologie einzuführen und zu beschleunigen, hat MSC Cruises nach erheblichen Investitionen in seine Flottenkapazitäten heute konkrete Schritte und Verpflichtungen angekündigt.

Die MSC World Europa, das neueste Schiff von MSC Cruises, wird noch dieses Jahr in See stechen. Es wird das erste LNG-Schiff der Reederei sein mit der größten Festoxid-Brennstoffzelle, die jemals installiert wurde. 

Linden Coppell, Director of Sustainability bei MSC Cruises, sagte: „Wir freuen uns darauf, die Landstromversorgung in Warnemünde und Southampton während der gesamten Sommersaison zu nutzen und wir gratulieren den Hafenbehörden zu ihrem vorausschauenden und innovativen Engagement. Bei MSC Cruises arbeiten wir kontinuierlich daran, unsere Umweltbilanz zu verbessern. Die Landstromversorgung ermöglicht es uns, die Emissionen unserer Schiffe während der Liegezeit erheblich zu reduzieren. Wir brauchen mehr Häfen in anderen wichtigen europäischen Märkten, die schnellstmöglich die Landstromversorgung einführen und sich damit unserem Vorhaben anschließen, bis 2050 einen emissionsfreien Kreuzfahrtbetrieb zu erreichen und die lokalen Luftemissionen erheblich zu reduzieren.“

Ein ehrgeiziges Abkommen mit Cruise Baltic
Cruise Baltic und MSC Cruises unterzeichneten am 5. April 2022 eine Absichtserklärung über ihr gemeinsames Vorhaben, einen Beitrag zur Nutzung der Landstromversorgung in der Ostsee zu leisten. Die mit Hinblick auf die dringend notwendige Reduzierung der vom Menschen verursachten Luftverschmutzung unterzeichnete Erklärung, unterstreicht den beidseitigen Wunsch, einen Beitrag zur Verbesserung der Umweltauswirkungen der Kreuzfahrtindustrie zu leisten.

Die 32 Häfen und Reiseziele in der Ostseeregion umfassende Reederei Cruise Baltic verpflichtet sich mit der Unterzeichnung des Abkommens für die Landstromversorgung in der Region einzusetzen und somit die Zahl der Anlagen zu erhöhen. Sorge trägt indes MSC Cruises dafür, dass Kreuzfahrtschiffe, welche regelmäßig die entsprechenden Häfen im Ostseeraum anlaufen, bis spätestens 1. Januar 2024 vorhandene Landstromanschlüsse nutzen.

In die Landstromversorgung wird weiterhin investiert
Bis Ende diesen Jahres sollen elf der 21 Schiffe (alle Neubauten seit dem Jahr 2017) über einen Landstromanschluss verfügen. In der näheren Zukunft werden alle bestehenden Schiffe noch nachgerüstet und zwar dann, wenn diese sich in Häfen aufhalten, wo es Landstrom gibt. Häfen auf der ganzen Welt entwickeln eine Infrastruktur, um die Kreuzfahrtschiffe hinsichtlich der Landstromversorgung zu unterstützen. Momentan sind es nur 14 Häfen, welche über die Möglichkleit des Landstroms verfügen und bis zum Jahre 2025 werden es voraussichtlich 7% der Häfen sein.

Hierzu ergänzt Linden Coppell: „Wir haben uns verpflichtet, die Behörden beim Ausbau der Landstromversorgung für unsere Schiffe im Hafen zu unterstützen. Wir haben eine klare und unmissverständliche Position: Wo immer Landstrom verfügbar ist, werden wir Schiffen, die über diese Möglichkeit verfügen, den Vorzug geben. Um die Kompatibilität mit den Systemen der Schiffe zu gewährleisten, arbeiten wir eng mit den Hafenbehörden und den planenden Ingenieurbüros zusammen. Aspekte wie der Energiebedarf an Bord und die technischen Systeme der Schiffe müssen bei der landseitigen Planung berücksichtigt werden". 

Die Reederei stellt außerdem sicher, dass bei dem Bau von neuen Terminals, wie beispielsweise gerade in Miami oder Barcelona, darauf geachtet wird, dass die Anforderungen für Landstrom erfüllt werden - dass also beispielsweise die Gräben für die Stromkabel bereitstehen.

Die gesamte Flotte verfügt über weitere hochmoderne Umwelttechnologien
Dabei ist die bereits erwähnte Landstromtechnologie nur eines von vielen Beispielen, denn die Kreuzfahrtsparte der MSC Group investiert in die beschleunigte Entwicklung und Umsetzung von innovativen Spitzentechnologien. Es wurden bereits 14 Schiffe ausgestattet mit einem hybriden Abgasreinigungssystem, was dafür sorgt, dass die Schwefeloxide um bis zu 98 % reduziert werden. Außerdem sollen bis Ende des Jahres die fünf neuesten Schiffe über selektive katalytische Reduktionssysteme verfügen - diese wandeln Stickoxide in harmlosen Stickstoff um.

Die ersten beiden LNG betriebenen Schiffe von MSC Cruises welche derzeit noch gebaut werden, werden die MSC World Europa und die MSC Euribia sein. Das Flüssigerdgas ist der sauberste Schiffskraftstoff, welcher momentan in einem größeren Maße zur Verfügung steht. Die Luftqualität wird erheblich verbessert und die ausgestoßenen Emissionen werden siginifikant reduziert. Außerdem werden Schwefeloxide um 99 Prozent, Stickoxide um 85 Prozent und Feinstaub um 99 Prozent gesenkt - dadurch hilft LNG auch dabei, den Klimawandel einzudämmen, da die Motoren der Schiffe die über LNG verfügen, das Potenzial besitzen, die Kohlendioxidemissionen im Vergleich zu anderen Schiffskraftstoffen um bis zu 25 Prozent zu senken.

Das neue Schiff, die MSC World Europa, wird außerdem das erste Schiff sein, welches die SOFC-Technologie (Solid Oxide Fuel Cell) einsetzen wird. Diese Art von Brennstoffzelle erzeugt zwischen 20 - 30 % effizienter Strom, als herkömmliche verbrennungsbasierte Schiffsantriebe. Wird das Schiff dann mit LNG betrieben, dann reduziert diese Technologie die Kohlenstoff-Emissionen um bis zu 60 Prozent und es werden außerdem auch keine schädlichen Luftschadstoffe wie Schwefeloxide, Stickoxide und Feinstaub freigesetzt.

Die MSC Group hat außerdem noch einige verschiedene Partnerschaften mit Energieversorgern, Technologieentwicklern, Werften und akademischen Einrichtungen am Laufen, welche die Forschungen in den Bereichen Brennstoffzellen, wasserstoffbetriebenen Schiffen und anderen zukünftigen Technologien die für einen emissionsfreien Schiffsbetrieb sorgen weiter am Laufen zu halten und voranzutreiben.

Auf der MSC World Europa und der MSC Euribia gibt es folgende Umwelttechnologien:
  • Motoren und Kraftstoffe: 4 Dual-Fuel-Motoren, die in der Regel mit Flüssigerdgas (LNG) betrieben werden
  • Luftemissionen: SCR-Katalysatoren (Selektives katalytisches Reduktionssystem), die Stickoxid-Emissionen um bis zu 90 Prozent reduzieren, wenn das Schiff mit MGO betrieben wird (LNG bietet eine ähnliche Stickoxid-Reduktion).
  • Landstromversorgung: Das Schiff kann seine Motoren abschalten und sich in Häfen, in denen diese Infrastruktur vorhanden ist, an das lokale Stromnetz anschließen
  • Abwassersystem: Ein fortschrittliches Abwasseraufbereitungssystem, das den weltweit strengsten Standards der Resolution MEPC 227(64) der IMO entspricht – dem sogenannten "Baltic Standard"
  • Schutz der Meereslebewesen: Das Schiff wird auch mit Systemen ausgestattet, die die Unterwassergeräusche reduzieren, um die möglichen Auswirkungen auf Meeresbewohner zu verringern
  • Energie-Effizienz: Alle Neubauten von MSC Cruises sind mit einer Vielzahl energieeffizienter Lösungen ausgestattet, die dazu beitragen, den Energieverbrauch zu reduzieren und zu optimieren.
Quelle: MSC Cruises

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