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Nantes / Frankreich

Die französische Stadt Nantes liegt an der Loire, ca. 65 km von der bretonischen Atlantikküste entfernt. Sie ist Hauptstadt des Départements Loire-Atlantique und zählt mit ihren über 250.000 Einwohnern unter die 10 größten Städte Frankreichs. Der Hafen Nantes-St-Nazaire hat mittlerweile auch aufgrund des hohen Industrialisierungsgrades der Stadt den dritten Platz unter den französischen Häfen erreicht. Zu den wichtigsten Industriezweigen gehören Eisen-, Glas-, Textil-, und Zuckerindustrie. Ein weiterer wichtiger Wirtschaftsfaktor von Nantes ist der Flughafen Nantes Atlantique im Südwesten der Stadt.
Die Geschichte der Stadt lässt sich weit in die Vergangenheit zurückverfolgen. Um etwa 500v.Chr. entstand am dortigen Zusammenfluss von Erdre und Loire die erste Siedlung des keltischen Stammes der Namneten, denen die Stadt auch ihren heutigen Namen verdankt.
Nach der römischen Eroberung machte Cäsar die Hafenstadt, die dann „Portus Namnetus“ hieß, zum regionalen Verwaltungszentrum. Früh christianisiert wurde sie im 4. Jahrhundert Bistum. Nach der Eroberung und Zerstörung durch die Normannen im 9.Jahrhundert, gelang es Nantes ein rundes Jahrhundert später unter Herzog Alain Barbe-Torte nicht nur, sich von den Normannen zu befreien, sondern auch zur Hauptstadt der Bretagne aufzusteigen. Diese Stellung, immer wieder von der konkurrierenden Stadt Rennes streitig gemacht, verliert Nantes endgültig im 15. Jahrhundert unter Anne de Bretagne, als das Land an das französische Stammland angegliedert wird. Im selben Jahrhundert, aber bereits unter Herzog Jean V., wurde mit dem Bau der heutigen Kathedrale begonnen, die Stadt erlebte eine frühe Blütezeit.
Berühmtestes historisches Ereignis, das sich in der Stadt zugetragen hat, ist aber sicherlich das 1598 unterzeichnete „Edikt von Nantes“. In dieser auch Toleranzedikt genannten Verlautbarung gewährte Heinrich IV. den Protestanten die Glaubensfreiheit und beendete somit die seit fast 40 Jahren andauernden Religionskriege.
Im Verlauf der nächsten Jahrhunderte erlebte Nantes einen immensen wirtschaftlichen Aufschwung, der sich besonders seit dem 17.Jahrhundert durch den neuen Dreieckshandel zwischen den Küsten Afrikas, Nantes und den Antillen ausgeprägt hat. Als Waren wurden Schmuck, Kaffe, Rohrzucker und Gewürze, aber auch Sklaven gehandelt.
Bis heute zeichnet sich die Stadt durch ihre kontinuierlich wachsende Industrialisierung aus. Sie ist eine dynamische Metropole, Sitz großer Industrie sowie wichtiger Hochschulen, modernes Kongresszentrum und Börsenstadt.

Das bedeutendste Bauwerk der Stadt und auf jeden Fall eine Besichtigung wert ist die Cathédrale St.Pierre et St.Paul im Osten der Altstadt. Sie ist im Stil französischer Spätgotik gebaut, von 1434 bis ins 19.Jahrhundert immer wieder verändert und erweitert worden. Im Inneren der Kathedrale wartet das eindrucksvolle Grabmal des Herzogs François II. und dessen Frau aus dem 16.Jahrhundert auf den kunsthistorisch interessierten Besucher.
Nach dem Besuch der Kathedrale bietet sich ein Spaziergang zum Ch,teau des Ducs de Bretagne an, das mit seinem heute noch vorhandenen Burggraben und der Zugbrücke zwischen den beiden Türmen zwar noch an das alte Fort erinnert, aber im Innern dann mit schmuckvollem Renaissancestil aufwartet, den das Schloss dem Umbau durch Herzog François II. im 15.Jahrhundert zu verdanken hat. Im Ch,teau sind heute mehrere Museen untergebracht, darunter das Musée d’Art populaire und das Marinemuseum.
Wer Zeit und Interesse für Museen hat, sollte sich aber auch das Jules Verne-Museum, das ganz und gar dem in Nantes geborenen Utopisten gewidmet ist, oder auch das Musée des Beaux-Arts in der Rue George Clémenceau nicht entgehen lassen. Werke vieler bekannter italienischer und französischer Meister vom 13. Jahrhundert bis zur Gegenwart sind dort zu sehen.
Das Gebiet rund um die Place Royale hingegen ist besonders für Bewunderer eleganter Einkaufsstraßen zu empfehlen. Mit seinen reich dekorierten Passagen und Galerien hat dieses Shoppingviertel einiges zu bieten.
Prachtvolle Zeugnisse der Blütezeit von Nantes bieten die zahlreichen Gebäude aus dem 18. bis frühen 20. Jahrhundert, wie die in dekorativem Jugendstil eingerichtete Brasserie La Cigale an der Place Graslin, in der man sich für eine kleine Stärkung aufhalten kann, um dann das klassizistische Theater auf demselben Platz zu besichtigen. Auch auf der Île Feydeau lässt sich die prächtige Architektur der Wohnhäuser reicher Reeder bewundern und natürlich laden auch hier einige exquisite Restaurants zum Verweilen ein.


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