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Erlebnisbericht zu Ostseekreuzfahrt St Petersburg mit MSC Orchestra 2014 - Forum - kreuzfahrten.de


Reederei: keine Angabe  
Autor & Datum Titel & Beitrag
Kieler1964
am 21.09.2014 9:53
Erlebnisbericht zu Ostseekreuzfahrt St Petersburg mit MSC Orchestra 2014

Was hier folgt ist mein Reisebericht, den ich als Kritik an den Vorstand von MSc gesendet habe:

An meinem letzten Urlaubstag schreibe ich Ihnen eine sehr lange ausführliche aber wie ich denke wichtige Mail mit den Eindrücken und den Kritikpunkten unserer diesjährigen Sommerreise mit Ihnen. Ich habe mir sehr viel Zeit dafür genommen und hoffe , dass Sie diese vielen Zeilen nicht mal nur "nebenbei" überfliegen.
,



Wir hatten das Vergnügen nach einer 2012er Queen Mary 2 Reise auf der MSC Orchestra "anzuheuern" .

Vom 2.8.14 bis 9.8.14 haben wir mit sechs Personen zwei Suiten gebucht für die Reise nach St. Petersburg.
Wir , das sind meine Frau (46), Tochter (12) und ich (50) in Suite 1 ,direkt bei MSC gebucht.
Teil 2 waren eine 10 jährige Freundin meiner Tochter(10) ,deren Mutter(33) und meine Schwiegermutter (75) in Suite 2.

Ich mache mir den Spass, das Gute und das Schlechte zusammen nach meinen Erinnerungen aufzuschreiben, da ich denke , dass Herr Zengerle am Lob interessiert ist , aber noch viel mehr an den Verbesserungsmöglichkeiten im Verdrängungswettbewerb der Reedereien.
Vorweg das Wichtigste : Wir waren sehr beeindruckt trotz der QM2 Reise vor 2 Jahren und uns hat die Reise sehr gut gefallen. Nur einige Dinge gehen gar nicht:


Am bisher heissesten Tag des Jahres ging es top organisiert los von Kiel. Wir wohnen alle in Vororten von Kiel, daher kurze Anreise und schneller Urlaubsstart.
Der Check-in lief hervorragend organisiert ab. Um 14 Uhr standen wir am Schiff, um 14:30 an Bord. Da die Kabine erst ab 16 Uhr beziehbar war gingen wir ins Buffetrestaurant.
Dies war erfreulicherweise noch relativ leer, da wir früh dran waren (Ablegezeit 19Uhr).

Die Gläser , die man uns dort zum Wasser hinstellte , hatten ihre Zeit schon lange hinter sich. Aufgrund der Poolnähe im gleichen Deck gab es Plexiglasbecher, die aber so zerkratzt und unschön aussahen, wie ich sie in der billigsten "Kaschemme" nicht erwartet hätte. Wir nahmen es so hin , weil wir noch in der ersten Euphorie waren. ( Ich greife jetzt mal vor: Jeder Besuch in diesem Restaurant zauberte nur solche Becher (Gläser) auf den Tisch. Ich ging nach 2 Tagen nur noch in andere Restaurants , aber die Kinder mögen lieber SB!)

Die Speisen im SB-Bereich waren durchweg nur lauwarm und das Fleisch , das dort vom großen Stück abgeschnitten wurde, sehr zäh.

Unsere Kabine, eine von 18 Suiten an Bord war klasse. Ausreichend groß und ein schöner Balkon anbei.
Nach der obligatorischen Rettungsübung, die gut organisiert und relativ zügig lief, erkundeten wir das Schiff und genossen das wirklich tolle "All inclusive" Getränkepaket "Allegrissimo".
Wir waren erstaunt , wie umfangreich dieses Paket doch war.

Am Abend gingen wir noch ins Theater . Die Sänger dort gefielen uns überhaupt nicht. Die Stimmen waren sehr "blechern", aber das ist Geschmackssache und da meine Frau eine Sängerin ist, haben wir wahrscheinlich zu genau hingehört. Es führte aber dazu , dass wir sechs kein weiteres Mal ins Theater gingen.

Sowohl das Abendessen wie auch das Frühstückspersonal ist sehr zu loben(besonders Kellner Adiastawa aus Indonesien). Man wurde sehr umsorgt, vom eigenen Tisch 7 Tage lang bis zu fast immer lächelnden und Spass machenden Kellnern .
SUPER!
Die Qualität beim Abendessen war nicht immer ok, machmal nur lauwarm ,einmal Sand in den Garnelen,da ungeputzt. Das Frühstück war aber hervorragend. Auch der Service in allen von uns besuchten Bars war sehr zuvorkommend. Lächelnde Kellner und schnelle Bedienung hat uns sehr erfreut.
Unsere zweite Suite hatte noch keine Kreuzfahrt gemacht und konnte daher schwerlich vergleichen. Wir fanden, dass Ihr Service mindestens so freundlich war wie auf der QM2.

Toll war, dass man exclusive Sonnenliegen reserviert bekam als Aurea Gast. Eine unserer Damen hat dies fast täglich genutzt und sich sehr begeistert geäussert.

Erster Tag Kopenhagen auf eigene Faust und am zweiten Tag Helsinki mit gebuchtem Ausflug liefen hervorragend. Reiseführer und Bus und die verschiedenen Etappen waren rundum gut und das Geld wert. Ich betone dies so , weil es in St. Petersburg später eine Katastrophe war.

Polen haben dann nur zwei von uns sechs mit Landausflug besucht. Die anderen vier blieben an Bord. Auch dieser Ausflug gefiel unseren Teilnehmern.

Auch der Seetag auf der Hin - und Rückreise lief hervorragend ab , obwohl das Schiff ja relativ voll war. Tolle Orga an Bord!

Kommen wir nun zum Höhepunkt der Reise, St Petersburg:

Um 7 Uhr früh legten wir an und um acht Uhr saßen meine Frau und Tochter und ich im Bus Nr 20 und starteten in den Ganztagsausflug. geplant waren der Besuch des Bernsteinzimmers im Katharinenpalast , eine Bootstour auf der Neva und eine Stadtbesichtigung.

Unsere Reiseführerin nannte sich Valentina ,war Rentnerin und war ca 1,45 groß. Die betone ich da es später wichtig wird.
Unser Bus war aus der Abteilung "Antik" , Null Reifenprofil(kann ich mit Foto belegen), sehr abgenutzte Sitze und eine Klimaanlage , die nicht nur Geräusche machte , sondern im hinteren Bereich ohrenbetäubenden Lärm.Auch hierzu habe ich ein Handyvideo aufgenommen. Der Lärm war so schlimm, dass die beiden Herren vor mir(ich saß ganz hinten) sich Ohropax in die Ohren taten.
In der Beschreibung (gerade nachgelesen) steht "moderner Reisebus". Dies stimmte überhaupt nicht. Die Reiseführern reagierte , darauf angesprochen , sehr "zickig".
Ok, wir hatten ja keine Wahl und mussten erst mal da durch.
Es waren an diesem Augusttag über 35 Grad und von 8 Uhr bis 13 Uhr gab es keine Getränke , die uns angeboten wurden. Natürlich hätten wir selbst etwas mitnehmen können , aber bei einer Tagestour, die 120,- JE PERSON kostet, erwarte ich im Bus mindestens eine kleine Wasserflasche oder den regelmäßigen Stopp zum Getränke aufnehmen.
Es waren sehr viele ältere Leute dabei, teilweise gehbehindert und es war schon für uns "junge" Menschen eine Tortur.

Valentina gab dann Funkohrhörer(mehrfach getragen) aus , die man aufsetzen sollte, damit man sie verstehen kann. Dies ist besonders wichtig , da wir uns mit anderen fremdsprachigen Gruppen bewegen und man ja was hören soll, sagte sie.

Das Problem war nur , dass es seit dem Start um acht Uhr ständig sekundenlange Ausfälle in der Übertragung gab. So fuhr man durch eine schöne legendäre Stadt und konnte zumindest immer mal wieder ein paar Wortfetzen hören. Darauf angesprochen, sagte Valentina , nachher kommt der Techniker und der macht dann neue Batterien rein( Ich nehme es vorweg, um 14 Uhr im Katharienenpalast wurden IHRE Batterien gewechselt und nach 6 Stunden ging dann der Funk problemlos). So geht es gar nicht.

Unser Ausflug begann (in umgekehrter Reihenfolge zu der beschriebenen Tour)mit der Schiffstour und wir gingen mit 50 anderen Menschen auf ein leeres Schiff. Valentina sagte uns , wir sollten dicht bei ihr bleiben wegen des Funks.
Sie ging dann voraus auf das Oberdeck und setzte sich hin, aber nicht irgendwie in die Mitte , sondern an ein Ende des Raumes, so dass sich die zuletzt kommenden Menschen (wir mit Kind) nur am weitesten weg von ihr setzen konnten. Sie können sich vorstellen, wie die Funkverbindung war.
Es gab auch eine Toilette an Bord, aber die Einweisung, wo diese war blieb aus. Auch hier gab es keinerlei Getränke und auch nichts zu kaufen.

Da wir ja erst vor 1,5 Stunden gefrühstückt hatten, ertrugen wir dies noch.

Die Bootstour an sich war schön . Was wir gesehen haben , müssen wir nachträglich anhand der Fotos recherchieren :-(, da der Funk ja (sh oben)…

Nach 45min stiegen wir wieder in den "modernen Reisebus" und fuhren durch die Stadt. Valentina erzählte ohne Punkt und Komma und wenn der Funk ging , verstanden wir sie auch.
Unseres Erachtens waren es zu viele "runtergerappelte " Informationen und zu wenig Betonung der wichtigen Etappen.
Ein Beispiel: "Hier links sehen sie ein Haus zwischen zwei anderen Häusern, das ist blau. Die erste Hälfte des Busses war schon an dieser 10m Häuserlücke im Bus vorbei gerauscht und da ich hinten saß, blickte ich nach links und sah das blaue Haus. So ging es laufend weiter. Mir hätten Highlights gereicht, die dann aber ausführlicher.
zwei bis drei 10min Fotostopps waren richtig doof und wir sind sitzen geblieben . Sechs Minuten dauerte allein das Ein- und Aussteigen in den Bus.

Es gab dann einen Halt vor einem einzigen Souvenirgeschäft. Weit und breit war in dieser Strasse nichts weiter. Ein Schelm , wer da an zielgerichtetes Shoppen denkt! Die meisten Gäste kauften auch das eine oder andere Souvenir und nach ca 30 min ging es dann wieder in den Bus, der wieder direkt vor der Tür des Souvenirshops hielt.
Vielleicht ging es wegen der Visapflicht nicht anders, aber ich hatte das Gefühl , das die Reiseleiterin vom Shop subventioniert wurde, da an der Kasse nach der Busnummer gefragt wurde!!
Ich denke, damit die Beteiligung der richtigen Reiseleitung zugeordnet werden kann.

Ungefähr gegen 12:10 sagte Valentina, dass wir gleich beim Mittagessen sind. 50 min später war es dann so weit !!!
Das Mittagessen wurde uns so erklärt:
"ich weiß nicht was es gibt, meistens gibt es einen Salat , dann eine Suppe und dann ein Dessert und dann noch Kaffee .
Aber ich weiß es ja nicht , Wer gerne in einer Gruppe essen möchte(wir zu viert mit Kind wäre ja vielleicht sinnvoll), der kommt draußen gleich zu mir und dann schau ich mal was ich machen kann.
Als ich mit meiner Tochter als drittletzter Fahrgast ausstieg, war Valentina schon mit der zuerst ausgestiegenen Gästen über eine Ampel, die jetzt rot zeigte und durch einen Eingang in ein größeres historisches Gebäude gegangen.
ich sprintete mit meiner Tochter an der Hand bei roter Ampel hinterher , konnte aber erst im Restaurant die 1,45m Valentina wieder sehen.
Es gab acht Tische mit ca 10 Plätzen jeweils und an drei Tischen waren insgesamt noch 5 Plätze frei, aber schön verteilt. Ich erlaubte mir dann Valentinas Worte ihr gegenüber zu wiederholen und sie sagte sehr schroff, fast vorwurfsvoll: " Was habe ich im Bus gesagt?!!!!! Sie sollten doch zu mir kommen!!!!!!!"
Meine Entgegnung, dass ich ja erst aus dem Bus musste und sie dann schon weg war , ignorierte sie mit einem verächtlichen Achselzucken.

Das Essen war für uns und mindestens 10 weitere Menschen (mit mehr ergab sich kein Gespräch) eine Katastrophe
Positiv war das erste Getränk des Tages, eine 0,5l Flasche sehr warme(!) Selter auf jedem Platz. Dies hätte ich mir im Bus gewünscht, in der Früh und am Nachmittag!

Salat ohne Dressing stand schon (wie lange?) auf jedem Platz. Dann eine lauwarme Suppe mit Sauerkraut. Die meisten mochten sie nicht. Dann gab es "einen Schlag" Frikassee vom Huhn schätze ich mit einem winzigen Klecks Reis dazu. Die Bedienungen waren dermassen langsam und lieblos(15jährige Schülerinnen) und hatten noch nie gehört, dass man auch mit einem Lächeln bedienen kann(Valentinas Enkellinnen??).Nachschlag von was auch immer imcl Getränke war nicht möglich.
Am Ende schnell noch eine (1) Kugel(klein) Eis, das schon halb verlaufen war. Auf jedem Tisch stand auch eine Kanne(keine Warmhaltekanne,sondern Keramik) lange vorher gekochter Kaffee, den ich als Kaffeesüchtiger gerne probierte , aber nach einem Schluck stehen liess . Das will wirklich bei mir schon etwas heissen.Es gab in unserer Nähe mindestens eine Vegetarierin , die bekam nur trockenen Reis. Dafür muss man nicht vor Reisantritt seine Besonderheiten nennen, oder?! Das Essen fand in einem tollen Raum statt hatte aber das Niveau einer Bahnhofsabfertigung oder einer schlechten Kaffeefahrt.
.


Genug von dieser Pause, es ging jetzt zum Höhepunkt. Wir fuhren mit dem "modernen Reisebus" bei schreiender Klimaanlage weiter zum Katharinenpalast.
Wir wurden dann mit Funkaussetzern über eine vor wenigen Stunden frisch geteerte Strasse geführt (zu Fuss). Einige Gäste haben sicher an ihren Schuhen noch das eine oder andere schwarze Mitbringsel davon.

Ich möchte jetzt noch mal auf die Körpergröße von Valentina kurz zurückkommen.
1,45 weiblich hielt ein Gruppenschild von ca 30cm hoch , so dass selbst der letzte Wanderer(waren ja meistens wir, da wir hinten saßen) es sehen sollte. Sichthöhe immerhin jetzt gesamt 1,75m.

Da dies aber für uns nicht mehr erkennbar war am Ende der Gruppe war es sehr mühsam, den Anschluss zwischen Hunderten von anderen Besuchern zu halten.

Ich rannte jetzt mit meiner Tochter nach vorne und bekam noch mit , wie Valentinas Batterien gewechselt wurden.

Schnell waren wir mit unserer Gruppe an den Warteschlangen vorbei und im Gebäude und ganz ehrlich war es mir ein Rätsel, wie die Gebrechlichen das gemacht haben.
Jetzt wurden wir mit unseren fast 50 Menschen eng an eng gepresst von Raum zu Raum geführt. Dieses war die schlimmste Sache an diesem Tag. Wir gingen durch ca 20 Räume. 5 davon waren klimatisiert.
Nach 10 Räumen fragte ich wie lange es noch dauerte! "Nicht mehr lange, sagte sie".
jetzt kam das Bernsteinzimmer . Das Zimmer war in zwei Teile durch Seile geteilt. In jedem Teil bewegte sich eine Gruppe von über 40 Menschen. Also waren jeweils ca 100 Menschen in diesem Raum.
Nach ca 3 min musste man wieder raus . Es war nicht möglich sich dieses Highlight der Reise in Ruhe anzuschauen., weil zu viele Menschen gleichzeitig "eingepfercht waren. Eingang gleich Ausgang.

Wir wollten nur noch raus danach, weil es unerträglich warm war. Obwohl wir ja gleich draußen sein sollten, dauerte es noch ca 20min bis zum Ausgang. Einige waren kurz vorm Kollabieren. Sicherlich ein übertriebenes Wort, aber viel fehlte nicht mehr.
Wir wurden draußen zu einem Souvenirshop geführt und ich fragte Valentina , wo ich Getränke kaufen konnte. 50 m weiter , sagte sie. Ich mit meiner Tochter hin und Selter , Cola und Eis ausgesucht.
Ich zückte meinen Euroschein, aber der Verkäufer wollte nur Rubel haben.
An einer Weltattraktion konnte ich nur mit Rubel bezahlen ??? Und warum sagt uns das keiner vorher, dann hätte ich ja Geld gewechselt.
Bei einem komplett organisierten Tagesausflug darf ich diese Hinweise erwarten oder darf regelmäßige Getränkeportionen durch die Reiseleitung erwarten.

Nachdem ich mich dann erneut bei Valentina erkundigte , wo ich unseren extremen Durst denn käuflich mit Euros stillen kann, sagte sie : " vielleicht nachher an einem Stand".
Es kam ein Stand und auch dort nur Rubel !! Da ich aber "Druck" machte redete sie auf russisch einige Worte und ging dann weiter . Sie rief mir zu, drei Euro für 0,5 Wasser.
Teuer, aber mir egal. zehn Euro hingelegt und drei Flaschen ohne Rückgeld bekommen.
Dieses Wasser war eine Wohltat!

Nach weiteren 10 min Fussmarsch erreichten wir den Ausgang des Katharienenpalastes und warteten dort auf den Bus.
Dort war ein anderer Getränkestand . ich hin und mit Euros in der Hand und Englisch/Deutsch und Gestensprache bekam ich hier für 2,- Euro jeweils eine Flasche Wasser. Also noch mal drei Flaschen genommen.
Komisch, drinnen auf dem Geländen in der Touristenattraktion kann man nicht mit Euro bezahlen und direkt vor dem Gelände geht es. Sehr merkwürdig.

So , alle waren kaputt und 30min später als morgens beim Start angekündigt kamen wir um 17:30 am Schiff an.

Valentina stand vor dem Bus und sammelte Trinkgelder ein. Obwohl ich wirklich gerne gebe, hat sie nichts von mir bekommen.
Vorher hat sie die Ohrhörer , die man den ganzen Tag getragen hatte(Wert 2-3 Euro) wieder eingesammelt für den nächsten Tag.
In meinen Augen geht dies aus hygienischen Gründen nicht.

So , an Bord , duschen und Abendessen und Trinken, was immer man wollte.

Dieser Tag hat für meine Frau , Tochter und mich 360,- € gekostet und war nichts davon wert!!
Meine Schwiegermutter war auf diesem Ausflug dabei und hat in Ihrer Abrechnung auch noch mal ca 120,-€ Kosten gehabt.


Dann kam noch ein Seetag und am 9.8. erfolgte die Ausschiffung in Kiel.

Ein besonderes Lob möchte ich auch unserem Kabinensteward ELVIS widmen, der sich sehr viel Mühe gegeben hat und jeden Abend eine "kleine Nettigkeit(Obst, Praline plus als Tiere gebastelter Handtücher) auf der Kabine hinterließ. TOLL. Mehrere Menschen haben von uns auch ein extra Trinkgeld persönlich bekommen, weil sie wirklich toll ihren Job gemacht haben und uns damit die erholsamsten Tage des Jahres bereiteten.


Noch eine Begebenheit am Rande. Im Urlaub sitzt das Geld immer lockerer, so hat sich meine Frau am Abend vor St Peterburg in der Bordboutique ein Paar Armaniturnschuhe gekauft.
Diese hat sie erstmalig am nächsten Tag angezogen und ist damit 9 Stunden durch St. Petersburg getourt mit Bus, Schiff und natürlich zu Fuß.
Abends an Bord stellte sie fest , dass sich von einem Schuh die komplette Sohle gelöst hatte. Ich sagte , kein Problem , lass uns morgen am Seetag in den Shop zum reklamieren gehen.
Gesagt getan. Erste Ansprechpartnerin, eine Verkäuferin wollte nichts davon wissen.
Sie war völlig erstaunt, dass wir die Schuhe schon getragen hatten. Waren das nur Ausstellungsstücke, fragte meine Frau.
Als wir hartnäckig blieben , rief sie ihren Chef. Dieser war durchaus bemüht, so mein Eindruck. Zumindest sagte er, dass auch er nichts machen kann, aber er ein Foto des Schuhs an die Chefin der Boutiquen senden wollte und diese solle dann etwas dazu sagen. Wir sollten in einigen Stunden wieder rein schauen.
Ergebnis: Umtausch oder Rückerstattung ginge angeblich nicht. An Land ist dies selbstverständlich möglich, überall. Gibt es Seeshoppinggestze, die wir nicht kennen?? :-(

Allerdings , wenn wir noch Etwas kaufen, bekommen wir 50% Rabatt, sagte er dann aber noch zu uns.
Dies ist uns nachhaltig negativ in Erinnerung geblieben und ist sicher auch nicht im Sinne Ihrer Reederei.

So warum habe ich so ausführlich geschrieben?
Weil ich möglichst genau das Gefühl wiedergeben wollte, dass wir hatten. Eine tolle Reise mit ein paar Schattenseiten, die leicht durch Sie mit Ihrem Stab zu ändern sind.
Wenn Sie es wollen! Wenn nicht, dann haben Sie sicher auch nicht meinen "Reisebericht "bis hier im Detail gelesen.
Ich habe mich auch bewusst an Sie direkt gewandt, da ich als Direktor weiß, dass durch viele Ebenen von unten nach oben ähnlich wie bei "Stille Post" Einiges verloren geht.
Ich bin auf Ihre Antwort gespannt und verbleibe mit freundlichen Grüßen
Kieler1964
am 21.09.2014 9:56
Antwort von MSC

Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für das ausführliche Feedback bezüglich Ihrer Reise.

Wir bedauern sehr, dass der Ausflug in St. Petersburg nicht Ihren Erwartungen entsprochen hat.
Seien Sie versichert, dass wir Ihre Beschwerde sehr ernst nehmen. Ihr offenes Feedback hilft uns Problembereiche aufzudecken und zu verbessern.
Ihre Schilderungen hinsichtlich des Ausflugs in St. Petersburg haben wir unserem Qualitätsteam weitergeleitet, um den geschilderten Sachverhalt direkt mit unserem externen Dienstleister klären zu können.

Da der Katharinenpalast zu den größten Attraktionen in St. Petersburg zählt, lässt sich ein enormer Besucherstrom nicht vermeiden. Der Einlass obliegt weder MSC Kreuzfahrten noch dem lokalen Anbieter. Hier müssen wir uns nach den Einlass-Anweisungen vor Ort richten. Gleiches gilt für die Zahlungsart vor Ort. Da St. Petersburg nicht zur EU zählt, ist eine Annahme der Europäischen Währung nicht gewährleistet. Hier entscheiden die Geschäfte und Kioske vor Ort selbst ob sie den Euro akzeptieren.

Bezüglich der neuen Turnschuhe wurde direkt im Shop eine 30% Erstattung und eine 50% Ermäßigung auf einen erneuten Einkauf angeboten, da die Schuhe bereits sehr abgenutzt waren.
Hier möchten wir Ihnen gern erneut die bereits an Bord angebotene Erstattung von 30% anbieten (24,30 EUR).
Neben der Erstattung der 30 Prozent für die an Bord erworbenen Schuhe, möchten wir Ihnen aufgrund der Unannehmlichkeiten während Ihrer Reise, eine Reisepreisermäßigung für Ihre nächste Kreuzfahrt mit MSC in Höhe von 10% anbieten. Dieser ist auf den Passageanteil einer zukünftigen Kreuzfahrt anwendbar.

Sollten Sie sich für den Gutschein entscheiden, bitten wir Sie uns innerhalb der nächsten vier Wochen ein kurze Information zukommen zulassen. Wir schicken Ihnen den Originalgutschein dann umgehend zu.

Abschließend möchten wir uns bei Ihnen dafür bedanken, dass Sie sich die Mühe gemacht haben, einen Bericht Ihrer Eindrücke abzugeben. Wir würden uns freuen, wenn Sie uns noch einmal die Chance geben, Sie von unserem Service überzeugen zu können und Sie bald wieder an Bord eines MSC Kreuzfahrtschiffes begrüßen zu dürfen.

Mit freundlichen Grüßen



MSC Kreuzfahrten GmbH
Ridlerstr. 37
80339 München
Kieler1964
am 21.09.2014 10:04
Meine Antwort zur MSC Antwort auf die Kritik

Danke für Ihre Antwort Frau X,

ich bin mit Ihrer Reaktion nicht zufrieden, falls das für Sie wichtig ist.
Sicherlich haben Sie allgemeine Fakten aufgeschrieben zum Ausflug St Petersburg.

Sie sind meine Ansprechpartnerin(Sie als Firma) und da erwarte ich zu dem sehr ausführlich geschilderten Ausflug , der in sehr sehr vielen Punkten von mir geschildert wurde , eine ganz andere Reaktion.

Wir haben sehr viel Geld dafür ausgegeben und sehr sehr wenig dafür bekommen. Wenn ich dann noch entgangene Freude und Anderes anführen würde , ließe sich das sowieso schwer errechnen.

Ich mach eIhnen daher den Vorschlag, mir und meiner Familie den Ausflugpreis zu erstatten. Wenn ich dann erneut bei Ihnen buche , werden Sie das Geld zu normalen Kondition der dann von Ihnen angebotenen Reise zurückbekommen.


Zu den Schuhen: Richtig ist , dass für einen weiteren Einkauf 50% Ermäßigung angeboten wurden. Das verhielt sich so ähnlich wie Sie mir jetzt 10% bei der nächsten Reise anbieten. Ich muss erneut etwas kaufen , um meinen "Schaden" gelindert zu bekommen. Das ist nicht mein Stil.
Die Aussage mit 30% Erstattung ist komplett gelogen und wurde uns nicht angeboten. Bitte denken Sie mal über die Situation in Ruhe nach. Die Schuhe wurden einen Tag vorher gekauft und nur auf dem beschriebenen Landausflug St petersburg getragen . 8 Stunden lang. Das war es.
Abgenutzt ist anders. Benutzt ja, aber ehrlich, wenn ich im Laden etwas erwerbe und das Produkt die Leistung nicht erbringt, dann kann ich es überall zurückgeben. Der Kollege hat Bilder von den Schuhen gemacht und ich kann heute noch neue Bilder machen und seien Sie versichert, auch Sie würden nicht sagen, dass die abgenutzt aussehen.

Sorry, dass Sie wahrscheinlich denken, der Idiot , was schreibt der da schon wieder.

Ich bin sonst nicht so pedantisch, aber wenn in meiner Firma so etwas passiert, hätte ich erstmal selbst zum Telefon gegriffen und die Fronten geklärt.
Ich bin gerade sehr geladen, nachdem ich Ihre Mail gelesen habe und hätte vom Chef, den ich ja auch direkt mit seiner Emailadresse angeschrieben habe , mehr erwartet als Ihre Mail.

Ich reklamiere also ganz offiziell den kompletten Landausflug St Petersburg für 4 Personen :
Ich verzichte auf die 30% Erstattung der Schuhe und den 10 % Gutschein.Unterm Strich dürfte da für Sie nicht teuerer werden als 10 % auf den Reisepreis von 4 Personen plus 24,30 für die Schuhe(Sorry für die Spitze)

Ich freue mich auf Ihre Antwort . Bitte teilen Sie mir auch mit, ob Sie ein Interesse daran haben, mein Feedback in den Reiseforen im Netz zu lesen. Per heute nach dem Lesen Ihrer eben erhaltenen Mail nehme ich mir gerne Zeit , darüber zu schreiben an diesem Wochenende und am nächsten WE.
Den Tenor meiner Zeilen haben Sie aber in der Hand zumindest was das Fazit angeht . Das ich mir dafür Zeit nehme, haben Si ja gesehen. Der Rest der Reise , das sollte deutlich rüber gekommen sein, war toll. Das Verhalten Ihrerseits bei einer berechtigten Beschwerde entspricht nicht dem , was ich von MSC erwartet habe, ganz ehrlich.

Nichts für ungut , Frau X und beste Grüße an den Chef. Ich rechne dann mit Ihrer Antwort und bin auch gern bereit zu telefonieren.
Andy
am 21.09.2014 10:49
MSC

Hallo
Wie ich in einem anderen Forum schon berichtete:
Bei MSC werden die Passagiere als "notwendiges Übel" eingestuft.
Gruß
Andy
derKreuzFahrtFan
am 21.09.2014 10:57
Sankt Petersburg

das Euer Ausflug dermaßen schlecht war tut mir sehr leid. Wir hatten bei unseren Ausflügen (4 Kreuzfahrte mit Costa) immer Glück und hoffe, dass das auch in der Ostsee der Fall sein wird
Michaela
am 21.09.2014 12:02
Kritikpunkte nicht nachvollziehbar

MSC stellt vor den Ausflügen immer die Möglichkeit, sich mit Wasser einzudecken (ist im Allegrissimo inkludiert). Auch kann man MSC nicht anlasten, wenn sich Passagiere schlecht informieren. Es ist eigentlich logisch, dass man in St. Petersburg nicht mit Euro zahlen kann. Deshalb sind diese Kritikpunkte für mich nicht nachvollziehbar.
Your made my Day
am 21.09.2014 13:13
Sorry

aber ich glaube nach Deinem letzten Schreiben und der Drohung dies auch noch zu veröffentlichen liegen einige bei MSC am Boden vor lachen.

nichts für ungut aber Dein Schreibstil ist es wert veröffentlicht zu weden
Kieler1964
am 21.09.2014 15:09
Klarstellung zu den o.g. schlauen Sprüchen

bei einem geführten Landausflug , zu dem ich keine Info erhalte, dass ich mirGetränke mitnehmen muss, gehe ich doch davon aus, dass ich welche bekomme bzw welche erwerben kann.
Ich bin das übrigens von anderen Reiseveranstaltern mit Busausflügen so gewohnt(Türkei, Malta, Wien)
Und das ich auf dem Gelände des katharinenpalastes, wo ein Händler neben dem Anderen steht, international bezahlen kann, war für mich "normal".
50 m vor dem Palast ging es ja in Euro,wie geschrieben!!!
Ausserdem geht es ja hier hauptsächlich um die Reaktion auf eine Beschwerde und dass man erst wieder ein Reise kaufen muss, um eine Wiedergutmachung zu bekommen.
Und dass die Reederei, mein Geschäftspartner, alles von sich weist und dem Landausflugveranstalter(GEBUCHT DIREKT BEI MSC) die volle Schuld gibt , ist einfach nicht professionell.
Wenn das bei MSC zum Lachen führt, dann gute Nacht MSC.
Eure Gäste sehen das anders!!
Ich bin nicht der Kreuzfahrtguru , den hier ja scheinbar einige raushängen lassen. Vielleicht weiß ich mehr nach meiner 10. Fahrt, aber dies war die zweite Fahrt.
In diesem Sinne….
Kreuzer
am 21.09.2014 16:16
Kreuzfahrt hat doch gefallen - Pannen gibt es immer mal!

Hallo Kieler1964,

deinem Reisebericht entnehme ich, dass dir die Kreuzfahrt alles in allem sehr gut gefallen hat. Schade, dass du dir selbst das Erlebte trübst.

An dem nicht nach deinen Vorstellungen verlaufenden Ausflug kann MSC ja nun wenig, da MSC die Ausflüge nicht selbst veranstaltet. Es ist zwar traurig, dass ein Ausflug nicht erwartungsgemäß durchgeführt wird, jedoch muss man mit diesem Risiko einfach leben. MSC ist sicher zu raten, die Vergabe von Ausflügen an bestimmte Unternehmen zu prüfen. Das mit dem alten Bus dürfte MSC schon anzulasten sein, schließlich müssen die sich als Anbieter vom Zustand überzeugen.

Was den Kauf der Schuhe betrifft, kann ich deinen Unmut verstehen. Hier hätte ich mich nicht abweisen lassen. Ich gehe mal davon aus, dass hier italienisches Recht gilt. Auch da gibt es eine Sachmängelhaftung.

Ansonsten muss ich Michaela zustimmen; dir wiederum, wenn ich sehe, wie MSC mit Beschwerden umgeht.

Verbuche deinen Ausflug einfach als negative Ausflugserfahrung und erinnere dich an die schöne Ostseekreuzfahrt!
derKreuzfahrtFan
am 21.09.2014 16:41
Erinnerungen

Ich würde das ähnlich sehen, wie Kreuzer; mach Dir die anderen schönen Erinnerungen nicht kaputt.

Ich bin bisher 4x mit Costa unterwegs gewesen und habe die Ausflüge eigentlich immer über Costa bebucht, teuer, durch durchaus prima bis klasse.

Er gab auf dem Weg zum Ausschiffen auch fast immer Flaschen mit Wasser, ob jedes Mal darauf hingewiesen wurde weiß ich nicht mehr.

Ansonsten hoffe ich, dass Du noch manche Kreuzfahrt machen wirst
dirknagel
am 05.03.2015 22:37
kieler

Schade, hätte zu gern gewusst, wie es mit Kieler 1964 und seinem Schriftverkehr mit MSC weitergeht.....
PS. Nie wieder MSC ;(

 
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