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06.04.12 Dubai..Noch jemand? - Forum - kreuzfahrten.de


Schiff: Costa: Favolosa  
Reederei: Costa Kreuzfahrten  
Autor & Datum Titel & Beitrag
Heike
am 29.03.2012 11:44
06.04.12 Dubai..Noch jemand?

Hi. Fährt noch jemand am Karfreitag für 1 Woche die Dubai tour?
Kamelmaus
am 31.03.2012 11:15
Bitte hinterher Erfahrungsbericht !

Hallo,

Wir machen diese Reise etwas später und wären daher sehr an Euren Erfahrungen interessiert. Was war gut, was sollte man unbedingt machen, was war eher ein Reinfall.

Danke

Kamelmaus
Gerald
am 31.03.2012 12:53
Ja, meine Frau und ich
Flug ab Frankfurt
Toni
am 01.04.2012 11:50
wir auch

Wir machen die gleiche Reise, Brigitt und Toni aus München.
Werkann uns noch ein paar Tipps geben?
Birgit
am 01.04.2012 16:20
Reisebericht von unserer Dubai-Costa-Reise 24.03.-31.03.2012

Seit gestern zurück, tolle Reise auf gutem Schiff!
Anreise mit Lufthansa von München über Frankfurt nach Dubai hat alles pünktlich geklappt, in Dubai stehen nach der Passkontrolle schon die Costa-Leute zum abholen, ca. 20 min Bustransver zur Costa; dort kann man gleich noch was essen, auch wenn nach Mitternacht ist; ein Tipp: Waschbeutel und Schlafsachen ins Handgepäck, Koffer brauchen bis zu 4 Std.
Service und Personal in allen Bereich sehr freundlich, können uns nicht beklagen; hatten die Ultra Inklusive Karte, hat sich gut rentiert, da darf es dann auch gerne mal ein Cocktail mehr sein ;)
Dubai war sicher am interessantesten, waren 1 Tag auf eigene Faust unterwegs: mit dem Taxi in den "alten" Stadtteil mit Gold- und Gewürzsouk fahren lassen ca. 15 euro, dort bisschen umsehen ist echt nett, nirgends waren die Händler besonders aufdringlich, sehr erfreulich! Mit einem Holzboot über den Dubai Creek fahren lassen und dann mit dem Taxi zur Jumeirah Palmeninsel bis zum Atlantis Hotel, gigantisch; unbedingt mit der Monorail über die Insel zurück! Prima Übersichtsblick! Ein Muss in Dubai: abends zum Burj Khalifa, zwischen 18:00 und 22:00 Uhr sind dort sehenswerte Wasserfontänen mit Musikuntermalung!
Können die Reise insgesamt nur empfehlen, war unsere 4. mit Costa, schönes Schiff, guter Service und eine interessante Route!
Heike
am 03.04.2012 18:52
@Gerald...
Wir fliegen auch ab Frankfurt um 11:30 Uhr glaub ich mit Zwischenstopp in Bahrain. Fährst du/ihr mit Kinder oder ohne?

Lg Heike
Gerald
am 05.04.2012 13:19
Hallo Heike
wir fliegen um 15.50 direkt nach Dubai
Kinder und Hund bleiben zu Hause
bei Opa und Oma
mfg. Gerald
Norsaq
am 08.04.2012 9:56
Reisebericht von meiner Dubai-Costa-Reise

Da um Erfahrungsberichte gebeten wurde hier mein Report:

Einleitung:

Um der beispiellosen Kälte des Winters 2011/2012 zu entkommen beschlossen wir eine Flucht in die Wärme, und nach langer Suche wurden wir fündig mit der Buchung einer Kreuzfahrt der Reederei Costa ab Dubai nach den Emiraten und dem Oman, da wir noch nie in Muskat Stadt, Khasab, Abu Dhabi Stadt und Fudschaira waren sollte dies eine angenehme und komfortable Art diese Städte kennen zu lernen sein.

Wenig später passierte der fürchterliche Unfall der Costa Concordia, daraufhin bot die Reederei eine kostenlose Stornierung der Reise an. Da ein Unglück überall passieren kann traten wir die Reise an, an Bord war von dem Unglück nichts zu merken bis auf eine Trauerminute. Weiterhin drohte der Iran die Strasse von Hormus zu sperren, die zweimal auf unserer Route lag, aber dies wurde bislang nicht realisiert und so hatten wir eine störungsfreie Kreuzfahrt.

Flug von Frankfurt nach Dubai und Aufenthalt in Dubai:

Nun aber zu angenehmeren Themen. Los ging es mit der Emirates und einer betagten A330, bereits vor dem Start bedauerte die Stewardess das wir nicht mit einer Boeing 777 fliegen würden, die wäre viel besser ausgestattet. Uns machte es nichts aus, der Sitz und der Service war in Ordnung, lediglich die Hauptspeise war ungenießbar. Mit dem großzügig beworbenen Unterhaltungsprogramm hatten wir Mühe etwas passendes zu finden, schön wenn es 500 Filme gibt, aber die meisten davon sind Bollywood, Arabisch, Hindu und sonst was, nur paar sind in Deutsch. Trotzdem ging der Flug recht schnell herum und wir landeten fast pünktlich Abends in Dubai und freuten uns endlich wieder einmal draußen im Warmen sitzen zu können.

Erst aber gab ein paar Hürden zu nehmen, denn die Einreise dauerte recht lange und dann setzte uns der Taxifahrer auch noch am falschen Hotel aus. Aber auch das wurde geregelt und der erste Gang ging sofort zum Irish Village, eine schöne Kneipe am Tennisstadion, wo man draußen Livemusik hören kann, wir aber gleich merkten das es nicht ganz so heiß war wie wir uns das vorgestellt hatten (erfroren sind wir trotzdem nicht). Unser Hunger stillten wir im Century Village, ein daneben gelegener Komplex mit zehn Restaurants, wo wir den Libanesen wählten, ein guter Einstieg in die arabische Welt.

Da wir erst Abends einschiffen konnten hatten wir den nächsten ganzen Tag Zeit uns Dubai anzuschauen und dabei zum ersten Mal die neue Metro gewählt, im Nachhinein keine so gute Wahl. Von den Stationen ist es fast immer recht weit zu den nächsten Sehenswürdigkeiten, dadurch dauert es von Punkt zu Punkt recht lange und die Wagons waren immer überfüllt (Ausnahme: In der 'Goldklasse' saß nie jemand und das Frauenabteil war stets fast leer, irgendwie nicht gut aufgeteilt das Ganze). Da Taxifahrten in Dubai recht billig sind war dieses Tagesticket wohl das letzte in meinem Leben.

Angeschaut hatten wir uns die Gegend um den Creek und um das Burj Khalifa, hoch gefahren sind wir aber nicht. Nun ging es zum Aufenthaltsort der nächsten sieben Tage, auf die Costa Favolosa.

Das Schiff Costa Favolosa

Da das Schiff fast zwei Tage in Dubai liegt verteilt sich auch die Einschiffung, so dass wir in wenigen Minuten bereits in der Kabine waren, die für uns groß genug war (Standard Außenkabine ohne Balkon) und unsere Anforderungen erfüllt hat.

Das Schiff selbst ist recht neu und erst seit dem Sommer 2011 im Einsatz. Während unserer Reise waren 3.200 Passagiere an Bord, plus Crew soviel wie eine deutsche Kleinstadt an Einwohner hat. Trotzdem verteilte sich alles recht gut während der Reise, man hat einen festen Restaurantplatz, aber auch an den Bars, den Liegen, im Theater und beim Ein- und Aussteigen gab es fast nie ein Gedränge.

An den 13 Bars gab es fast immer Livemusik, das Essen war weitgehend in Ordnung, der Service war schnell und freundlich und im Theater gab es schöne Shows (peinlich fand ich nur die männliche Senioren-Stripteaseshow bei der Wahl des Mister Favolosa, Einzelheiten werden erspart), der Aufenthalt an Bord war angenehm. Durch unser erworbenes Getränkepaket (für 20 Euro am Tag sind fast alle Getränke incl. Cocktails erhältlich) hielten sich die Nebenkosten in Grenzen.

Muskat, Oman

Unser erster Stop war in Muskat, die Hauptstadt vom Oman. Das Schiff legte jedoch in Muttrah an, früher das Zentrum des Landes, nach dem Ölboom wurde das aber nach Muskat verlagert. Aber auch heute noch ist das Leben in Muttrah lebendiger als im Zentrum von Muskat, ein großer und bekannter Souk befindet sich im Zentrum der Stadt. Wir liefen aber erst einmal zum drei Kilometer entfernte Muskat und waren überrascht das wir hier keine Hotels und kein Leben auf den Straßen sondern nur Regierungsgebäude, Forts und Paläste vorfanden, das hatte wir uns anders vorgestellt. So hielt sich der Aufenthalt dort in Grenzen und wir liefen wieder zurück nach Muttrah, um was lokales arabisches zu Essen (frischer gegrillter Fisch) und danach es wieder auf das Schiff ging.

Fujairah, VAE

Auch hier legt das Schiff nicht nahe der Stadt an sondern 30 Autominuten entfernt irgendwo in Sharjah. Nachdem uns der Shuttlebus an einem Einkaufszentrum aussetzte und wir paar Minuten durch die Stadt liefen fanden wir alles nicht so sehenswert um länger zu verweilen, so fuhren wir recht schnell wieder zum Schiff zurück. Glaube die erste Stadt in der ich war ohne ein Foto zu machen, hier werde ich wohl nicht mehr hinkommen.

Abu Dhabi, VAE

Nun die die etwas unlogische Route wieder zurück am Oman (wo wir später wieder hinkommen) und Dubai vorbei nach Abu Dhabi. Hier konnte man zu Fuß in die Stadt (den nahe gelegenen iranischen Markt, der in Reiseführern gelobt wird fanden wir eher uninteressant), zu den weiter entfernten Sehenswürdigkeiten nahmen wir dann aber doch ein Taxi (das Emirates Palace Hotel verwarte uns allerdings leider den Eintritt).

Khasab, Oman

Für mich der Höhepunkt der Reise. Khasab ist eine Enklave nördlich von den Emiraten und gehört zum Oman. Hier buchten wir den einzigen Ausflug der Reise, eine Jeepsafari in die faszinierende Bergwelt. Meine Befürchtung das wir in Jeeps in Massen eingequetscht wurden war nicht eingetroffen, vier Personen teilten sich einen Jeep, Platz war mehr als genug. Abgesehen davon das der Fahrer ein Schwätzer war (ständige Monologe: Look a house, a house again, a house..., eine verwirrende Story über eine Familie, die am Ende alle tot sind und das house geschlossen wurde, und ein Crashkurs in arabisch den niemand verstanden hatte) und dadurch bei mir einen Lachkrampf verursachte (ist ja auch was wert) war die Landschaft toll, natürlich ohne große Vegetation aber durchaus sehenswert.

Dubai und die Rückreise

Zurück in Dubai hatten wir wieder einen ganzen Tag Aufenthalt, den wir zum Besuch eines bekannten Restaurants nutzten (Ashrafi an der Airport Road, ein gutes indisches Buffet für ganze 4 Euro) und paar Kneipen abklapperten, den zu einer weiteren Besichtungstour waren wir zu reisemüde. Mitten in der Nacht fuhren wir dann zum Airport um mit der Lufthansa wieder nach Frankfurt zurück zu fliegen, ein Flug den wir größtenteils verschliefen.

Fazit

Wir waren froh der Kälte in Deutschland entkommen zu sein und erlebten paar schöne Tage auf See und am Land. Eine Schiffsreise würde ich wieder buchen (wenn auch nicht zu jedem Ziel), ein bequemes Transportmittel um viele Orte ohne großes Kofferpacken besuchen zu können. Das Publikum war gemischt, wir waren weitaus nicht die jüngsten. Auch eine großartige Kleiderordnung gab es nicht, mit kurzen Hosen sollte man aber nicht in die abendliche Restaurants gehen. Die Kreuzfahrt kostete für sieben Tage 550,- Euro pro Person ab Dubai, dafür bekommt man den Transport, die Unterkunft, die Unterhaltung und Essen so viel man möchte, wir fanden es eine angenehme Art zu Reisen und ein gutes Preis/Leistungsverhältnis.
Norsaq
am 08.04.2012 10:00
Essen und Trinken auf der Costa Favolosa

Und hier mein Bericht über das Essen und Trinken an Bord:

Inclusivpaket

Bei der Buchung bestand eine Option für 20 Euro am Tag und Person ein "Ultra All Inklusive" Paket zu erwerben (alle Getränke unter 8,50 Euro aus der Karte, auch Cocktails), was wir zum Glück auch gebucht hatten, dem zum einen sind auf dem Schiff die Nebenkosten nicht gerade günstig (4,50 Euro für ein 0,3 L Bier, ein Glas Wein 6,50 Euro, ein Grappa 5,50 Euro...) und zum andern die Qualität der Getränke überraschend gut, kein billiger italienischer Landwein sondern recht trinkbare Weine, Biere und Spirituosen. Auch der Service spielte mit und war immer schnell parat mit dem gewünschtem Getränk, so das unsere anfängliche Skepsis umsonst war, würde ich immer wieder nehmen. Vor Ort kann das Paket auch erworben werden, allerdings sind dann manche Getränke nicht im Paket enthalten und macht das Ganze teurer.

Die Restaurants

Im Schiff kann zwischen den zwei riesigen Hauptrestaurants Duca di Borgogna und Duca d'Orleans (gleiches Essen) mit einem festen zugewiesenen Tisch, dem Selbstbedienungsrestaurant Ca' d'Oro und einem Club-Restaurant (nur gegen Aufschlag) gewählt werden.

Im Selbstbedienungsrestaurant war es eigentlich immer voll, unruhig und nicht gemütlich. Außer paar Pizzastücken (die gut waren, kein Wunder bei einer italienischen Reederei) hatten wir fast nichts dort gegessen, sah auch nicht so einladend aus. Da verzichteten wir lieber auf das mittägliche Schiffsessen und probierten lokale arabische Gerichte vor Ort. Das Club-Restaurant wird im Internet oft gelobt, aber auf der Karte fanden wir jetzt nicht das was wir eigentlich schon immer mal Essen wollten, deshalb kann ich nur über das Hauptrestaurant berichten.

Das Hauptrestaurant

Die Kreuzfahrt war recht günstig (550,- Euro ab Dubai für 7 Tage Standard Außenkabine pro Person), was kann man da von einem Restaurant verlangen? Normalerweise dachten wir nicht so viel. Im Vorfeld sind wir nicht schlauer geworden, manche lobten das Essen, manche nicht, so waren wir gespannt auf das Essen dort. Nachdem wir den uns zugewiesenen Zweier-Tisch nach paar Kilometer Marsch gefunden hatten (später fanden wir die Abkürzung) waren wir angenehm überrascht, schön gedeckt und viel Platz. Artig stellten sich unsere zwei Kellner vor, die einen guten Dienst machten und übergaben uns die Speisekarte. Auch hier änderte sich unser Zustand von 'Skeptisch' in 'Angenehm überrascht', den es las sich ganz gut was dort stand, ein Beispiel aus der täglich wechselten Karte:

Geeiste Ananas Früchte Becher mit Cointreau (stand schon auf dem Tisch, hätte besser vor der Nachspeise gepasst)

Rind Carpaccio serviert mit Parmesan Käse, Gelatine-Birnen, Olivenöl, Zitrone und Basilikum-Focaccia

Krebsfleisch Kuchen mit Champagner Soße

Schaltiere Bisque Creme

Im Ofen gebackene Pasta mit Ricotta Käse und Spinat

Pasta mit Kalbfleisch Ragout und Sahnesoße

Gegrillte Garnelen serviert mit Sherry Sauce, Kreol Reis und frisches Gemüse

Niedrig Temperatur medium gebratenes Rindsfilet Steak im Schinkenmantel serviert mit Madeira Sauce, gegrillte Tomate und Karotten mit gefüllte Kartoffel

Knusprig gebratene Ente serviert mit Bigarade Sauce, Rotkraut, Karotten und Pont-Neuf-Kartoffeln

Käse Souffle mit Käsesoße

Selezione di formaggi Brie, Fontal Toma dei Pirenei dazu Walnußbrot

Die Nachspeisekarte habe ich nicht mehr, es gab immer 3 süße Speisen, Eis oder Früchte.

Die Anzahl der Gänge war nicht vorgegeben, wir wählten meist fünf und hatten mehr als genug Zeit dazu, Vielesser hätte bestimmt noch mehr bekommen. Auch die zeitliche Abfolge war gut organisiert, (sehr gutes) Brot und Butter stand bereits auf dem Tisch, der Aperitif wurde vor dem ersten Gang serviert, der Wein danach und die Pausen zwischen den Gängen nie zu lang oder zu kurz, das haben die Jungs gut hinbekommen, Pannen blieben aus.

Leider ist vom Essen nicht nur gutes zu berichten, bei einer gleichzeitigen Belieferung von 1.500 Personen pro Sitzung wahrscheinlich auch schwer machbar. Alles Kalte war eigentlich immer gut (Ausnahme das Basilikum-Focaccia, damit hätte man jemanden erschlagen können), beim warmen Essen gab es große Schwankungen. Die Suppen schmeckten alle etwas schwach, einmal war das Fleisch sehr zart, ein anderes Mal zäh hoch drei. So richtig schlecht war das "kross gebratene Spanferkel", das gar nicht kross war und eigentlich nur aus Fett bestand. Da der Käsegang aber als Auswahl am Tisch serviert wurde konnte der Hunger immer gestellt werden.

Fazit

Da wir für den Preis nicht viel erwartet hatten waren wir angenehm überrascht, wir gingen immer mit Vorfreude zum Essen (eine großartige Kleiderordnung gab es nicht, mit kurzen Hosen sollte man aber nicht in die abendliche Restaurants gehen). Durch die nette Crew (wir hatten viel mehr an eine Massenabfertigung gedacht, dies war es aber beileibe nicht) hatten wir unseren Spaß, wir erlebten paar schöne Tage auf See und an Land. Eine große gehobene Gastronomie sollte man nicht erwarten und beim einen oder anderen Gang ein Auge zudrücken, dann kann man dort einen angenehmen Aufenthalt haben.

Ein Prost darauf, Gruß von noch einem Gerald :-)

 
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