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Umwelt auf See - AIDAnova

07. August 2018  Chiara Lippke 

Mit LNG-Technik auf dem richtigen Kurs
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Umwelt in Verbindung mit Kreuzfahrtschiffen ist ein viel diskutiertes und umstrittenes Thema. Doch die Reedereien sind sich ihrer Verantwortung gegenüber der Natur immer bewusster und setzen stetig mehr Maßnahmen durch, um ihre Schiffe umweltfreundlicher zu machen. Dabei werden interessante, hochmoderne Technologien eingesetzt und mit Blick auf die Zukunft weiterentwickelt. Neubauten wie beispielsweise AIDAnova werden bereits vollkommen mit diesen Technologien ausgestattet, einige ältere Schiffe bekommen ein Upgrade und werden aufgerüstet.

Vorreiter AIDAnova

AIDA Cruises hat kürzlich für die AIDAnova in der Kategorie Umweltengagement den Deutschen Kreuzfahrtpreis 2018 erhalten. Der Neubau, der am 31. August in Papenburg getauft wird, ist das erste rein mit Flüssigerdgas, LNG genannt, betriebene Kreuzfahrtschiff der Welt. Durch diesen Antrieb kann die Emission von Stickoxiden um bis zu 80 Prozent und die von CO2 um weitere 20 Prozent gesenkt werden. Damit ist AIDA Cruises ein absoluter Vorreiter in Sachen Umweltverträglichkeit und bringt die Kreuzfahrtbranche einen großen Schritt nach vorn. Auch die Problemfelder Abfallproduktion sowie Strom- und Wasserverbrauch wurden bei der AIDAnova angegangen. Durch moderne Systeme wird der Verbrauch gesenkt und die Ressourcen geschont. Diese Maßnahmen machen die AIDAnova momentan zum umweltschonendsten Kreuzfahrtschiff.

Der Neubau AIDAnova von AIDA Cruises  Der Neubau AIDAnova von AIDA Cruises  Der Neubau AIDAnova von AIDA Cruises

Die Forschung steht nicht still

AIDA Cruises hat den ersten Schritt gemacht und andere folgen, auch TUI Cruises hat bereits zwei Neubauten mit LNG-Antrieb bestellt. Für Experten steht fest, dass diese Antriebsart in den kommenden Jahren die nachhaltigste sein wird. Und es wird bereits mit Hochdruck an weiteren Alternativen gearbeitet: Batterien zur Stromversorgung, die während der Liegezeiten aufgeladen werden; oder das Projekt „Methaship“ der Meyer Werft in Papenburg, bei dem Methanol als wasserlöslicher und biologisch abbaubarer Brennstoff erforscht wird. Ebenso untersucht die Werft seit einigen Jahren den Einsatz von Brennstoffzellen als Energiequelle. Bis diese Alternativen einsatzfähig sind braucht es jedoch noch einige Zeit. Zum Vergleich: die Entwicklung der LNG-Technik dauerte elf Jahre.

Daher gilt es erst einmal, an den noch bestehenden Defiziten von LNG zu arbeiten. Denn bisher können nur sieben Häfen in Westeuropa die Schiffe mit dem Flüssiggas beliefern (Hamburg, Rotterdam, Le Havre, Southampton, Zeebrügge, Funchal und Civitavecchia). Weitere sollen schon bald hinzukommen.
Zudem ist es ein fossiler – und damit begrenzter – Brennstoff, der in der Lagerung aufwendig und im Transport heikel ist. Denn bei Transport, Betankung und dem Verbrennungsprozess selbst kann Methan entweichen. Doch auch hier wird bereits an Lösungen gearbeitet. 

Weniger Verschwendung an Bord

Und auch auf andere Weise wollen die Reedereien umweltschonender werden. Von immer mehr Schiffen werden Plastiktrinkhalme und andere Einwegartikel aus Plastik verbannt und durch nachhaltige Alternativen ersetzt. Bei großen Reedereien wie Norwegian Cruise Line, Royal Caribbean Cruises, Oceania Cruises und TUI Cruises gibt es spätestens ab 2019 keine Strohhalme aus Plastik mehr – was auf ein Jahr gerechnet bereits einen zweistelligen Millionenbereich an eingesparten Trinkhalmen ergibt. 

Cocktail mit Plastiktrinkhalm

In Fragen der Müllentsorgung wird ebenfalls nach umwelt- und ressourcenschonenden Möglichkeiten gesucht. So könnte der anfallende Abfall in Zukunft in speziellen Anlagen wiederverwertet und in Energie umgewandelt werden.
TUI Cruises und Costa Kreuzfahrten haben Projekte ins Leben gerufen, um Lebensmittelverschwendung, und damit die eventuelle Entsorgung der organischen Abfälle im Meer, drastisch zu verringern oder gar ganz zu vermeiden. Dabei wird der Lebensmittelverbrauch an Bord analysiert, diese Werte bei der Planung einbezogen und der überschüssige Anteil systematisch gesenkt. So konnten die Speisereste bei einem Pilotprojekt an Bord der Mein Schiff 4 bereits um 20 Prozent und auf der Costa Diadema sogar um 50 Prozent reduziert werden.
Costa Kreuzfahrten hat zusätzlich einen sinnvollen Weg gefunden, um die bereits zubereiteten aber übriggebliebenen Speisen nicht zu verschwenden. Sie werden in Behälter verpackt, versiegelt, beschriftet, gekühlt aufbewahrt und im Hafen der italienischen Organisation „Fondazione Banco Alimentare“ übergeben. Diese verteilt die Essensportionen dann an Bedürftige – ähnlich den „Tafeln“ in Deutschland. Sechs italienische Häfen beteiligen sich bereits an dieser Aktion.

Eigeninitiative ist gefragt

Doch auch wir als Passagiere an Bord (und natürlich zu Hause) können unseren Teil beitragen und die Umwelt und Ressourcen schonen. Denn ein nicht unerheblicher Teil der Lebensmittelabfälle entsteht durch überladene Buffetteller. Also fragen wir uns doch in Zukunft einfach: „Esse ich das wirklich, oder sind die Augen größer als der Magen?“
Außerdem können wir auf Strohhalme und weitere Einwegartikel aus Plastik verzichten, die danach direkt im Müll landen. So bleibt uns auch in Zukunft die Freude an Kreuzfahrten mit den damit einhergehenden Annehmlichkeiten und den traumhaften Reisezielen erhalten.


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