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Ausflug Corner Brook

22. October 2018  Chiara Lippke 

Marslandschaften und Meer: ein Ausflug in den Gros Morne Nationalpark

In Corner Brook auf Neufundland steht uns ein Ausflug in den Gros Morne Nationalpark bevor. Bereits die Beschreibung im Reiseführer hört sich vielversprechend an: „Dicht bewaldete Berge, glasklare Seen, tiefblaues Wasser, schroffe Felsformationen und hier und da ein kleines Fischerdorf – eine Szenerie von beeindruckender Vielfalt.“

Davon können wir uns auch schon während der etwa zweistündigen Busfahrt überzeugen. Immer wieder rücken die Bäume beiseite, um einem See Platz zu machen, in dessen klarer Oberfläche sich die am anderen Ufer liegenden Hügel und Berge spiegeln. Seit 1988 steht der Park auf der UNESCO-Liste der zu schützenden Weltnaturdenkmäler. Nur selten werden die Berge und Wälder von einer kleinen Siedlung unterbrochen und wenn es keine Straßen oder Wege gäbe, könnte man meinen der erste Mensch dort zu sein.

Aussicht auf die Tablelands. Wanderweg im Gros Morne Nationalpark.

Am ersten Halt unseres Ausflugs, dem Startpunkt des Western Brook Pond Wanderweges, erwartet uns nach wenigen Metern ein weiter Blick über Flechten, niedrige Büsche und vereinzelte knorrige Bäume bis zu den Tafelberg-ähnlichen Erhebungen der Tablelands in der Ferne. Uns wird schnell klar, wieso hier nur die robustesten Pflanzen wachsen und die wenigen Bäume schief aus dem Boden ragen – sie müssen dem Wind standhalten können, der kräftig und nur mit kurzen Pausen über das Land fegt. Nur die Härtesten überleben. Unsere Ausflugsleiterin läuft gemeinsam mit unserer Gruppe ein Stück den Weg entlang und gibt Erklärungen zu einheimischen Pflanzen, wie den Moltebeeren oder der fleischfressenden Pitcher Plant, die uns als Nationalpflanze Neufundlands vorgestellt wird. Außerdem erfahren wir, dass der Gros Morne Nationalpark ein absolutes Highlight für Geologen ist, da es unter anderem viele Fossilien gibt und die aus der Erdkruste entstandenen Tablelands der Marsoberfläche sehr ähnlich sind.

Lobster Cove Lighthouse an der malerischen Küste.

Entlang der malerischen Küste bringt uns der Bus zum Lobster Cove Lighthouse. Wie schon auf Prince Edward Island bietet sich uns zu dem weißen Leuchtturm eine romantische Kulisse: die Wellen rauschen heran und brechen sich an den felsigen Klippen, wilde Blumen sprenkeln die grüne Umgebung und der Himmel strahlt in leuchtendem Blau. An einem Fahnenmast wehen, neben der kanadischen Flagge, bunte Signalflaggen, die von Seeleuten zur Kommunikation zwischen den Schiffen verwendet werden. Als wir aus dem Bus aussteigen, bekommen wir noch eine Herausforderung mit auf den Weg: „Im Leuchtturm hängt das Flaggenalphabet. Versucht doch mal herauszufinden, was die Flaggen heute bedeuten.“
Aber zuerst drehen wir eine Runde um das Lobster Cove Lighthouse, von dem schmale Pfade durch ein kleines Nadelwäldchen zu den Klippen und bis an das Meer führen. Zurück im Bus finden wir heraus, dass die Signalflaggen das Wort „FLAKE“ bilden. Das ist eine aus Holzpfählen bestehende Plattform, die traditionell zum Trocknen von Fisch genutzt wird.

Aussicht vom Besucherzentrum des Nationalparks.

Nach einer Mittagspause in einem kleinen Restaurant mit reichlich leckerem, neufundländischem Fisch, besuchen wir das Besucherzentrum des Gros Morne Nationalparks. Ein kurzer Film informiert uns über die Entstehung der abwechslungsreichen Landschaft, die von Fjorden über karge Marslandschaften bis zu den Tablelands und ihrem Urgestein einfach alles zu bieten hat.

Tiefblaues und ruhiges Wasser in den glasklaren Seen des Gros Morne Nationalpark.

Der letzte Stopp unseres Ausfluges führt uns an das Ufer eines Sees mit traumhaftem Blick über das ruhige Wasser, in dem sich die Sonne und die Berge ringsherum spiegeln. Bei diesem Anblick nehmen wir automatisch einen langen, tiefen Atemzug. Während der Rückfahrt zur AIDAvita nach Corner Brook blicken wir fast ein bisschen wehmütig aus dem Fenster auf das vorbeiziehende Grün und Blau der neufundländischen Landschaft.

Wer in Corner Brook an Land geht, sollte unbedingt einen Ausflug in den Gros Morne Nationalpark oder die nähere Umgebung der Stadt machen – es lohnt sich!

Auslaufen aus dem Hafen von Corner Brook.





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