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Autor & Datum
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Titel & Beitrag
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L&M
am 16.01.2012 14:32 |
Hinter den Kulissen
Liebe Leser,
ich sitze nun auch genauso gespannt wie Sie als Mitarbeiter einer Kreuzfahrtgesellschaft vor dem Fernseher und verfolge die Nachrichten. Dabei vergeht kaum eine Minute ohne einen Gedanken an diese Tragödie. Nach nun mittlerweile 15 Jahren auf Kreuzfahrtschiffen und einigen Reedereien, kann ich sicherlich aus dem sogenannten \"Nähkästchen\" sprechen. In punto Sicherheit musste ich einen Lehrgang in Hamburg besuchen um dort das sog. STCV 94 zu erlangen. Eine Ausbildung die es in sich hatte und natürlich mit allen anfallenden Kosten um die 2000.- Euro betrug. Welche Reederei kann und will solche Kosten übernehmen?
Bewusst ist mir, aber erst seit dieser Ausbildung, wie wichtig es ist sich dieser zu unterziehen. Ohne dieses Zertifikat war es gar nicht möglich als leitender Offizier (Bereich Hotel) an Bord zu kommen. Da ich in meiner Position natürlich so einiges mit bekomme ist es um so trauriger, dass man ohne Probleme zum Beispiel in der Ukraine ein solches Zertifikat für rund 50.- Dollar pro Mitarbeiter erwerben kann. Gerechnet auf nur 500 Mitarbeiter sind es 25000.- Dollar. Damit ist gleichzeitig sichergestellt, dass bei der nächsten Kontrolle durch die Cost Guard alle nötigen Papiere vorliegen.
Alle meinen Kollegen an Bord, vom Matrosen bis zum Direktor sind über dem normalen Einsätzen bereit alles für die Passagiere zu leisten. Hinzu kommt noch der Einsatz im Krankheitsfall wie offene Verletzungen, Schlaganfälle usw....! Jetzt werden sie denken, naja es gibt doch ausgebildete Ärzte an Bord, dass ist auch richtig, doch im Notfall sind die auch nicht immer nüchtern und sofort erreichbar, demnach gilt für die Crew ran an den Gast.
Mitarbeiter aus vielen verschiedenen Nationen und deren Sprachschwierigkeiten führten bei der Durchführung der obligatorischen Trainings an Bord zu Unfällen. Der Großteil konnte noch nicht einmal schwimmen. Ein jedem an Bord war danach bewusst, dass im Notfall die Sicherheit der eigenen Person in Frage steht.
Es wäre für mich ein Einfaches noch über die Hygiene und die Entlohnung an die Mitarbeiter zu schreiben, jedoch fällt es hiermit aus dem Rahmen.
Das was ich hier geschrieben habe, ist die Realität und ich habe diese Unregelmäßigkeiten bei meinen Vorgesetzten der Reederei angemahnt. Sie können sich denken, dass ich nicht mehr für diese Reederei tätig bin.
Allen Beteiligten wünsche ich alles Glück und Gesundheit dieser Welt.
L&M
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Inge HH
am 16.01.2012 14:56 |
Expertenmeinung
Ich waere mal dafuer, dass auf dieser Seite nur und ausschliesslich Menschen etwas schreiben sollten, die auf einem schiff arbeiten bzw. gearbeitet haben. Desto mehr man liest, desto erschuetterter ist man, welche wohl desastroesen Zustaende bei den Kreuzfahrtschiffen besteh muessen. Da lese ich, dass Schiffe mit 4.000 menschen gar nicht mehr beherrschbar sind wg. Sicherheit. In den tageszeitungen liest man, dass COSTA Offiziere sich lieber in der Bordbar aufhalten als an Deck etc. etc. Was ist wahr? |
Martin
am 16.01.2012 15:00 |
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In einem Forum, in dem jeder vorgeben kann, etwas zu sein, was er nicht ist, kann so etwas riskant sein! Soll keine Kritik an L&M sein, nur eine Bitte um Vorsicht... |
Kunde aus Koeln
am 16.01.2012 23:31 |
Martin
Ja - wer ist man?! Zu wem gehoert denn Martin? |
Martin
am 16.01.2012 23:49 |
ich gehöre nur mir selbst :-)
Tja, in einem Forum, in dem ohne Accounts sogar jeder den Namen des anderen annehmen kann und das naturgemäß anonym ist, kann man jemanden mit einer anderen Meinung gerne mal als \\\"Mitarbeiter\\\" abtun, damit muss ich leben, aber die anderen hier auch :-) . Ich wäre sehr enttäuscht, würde irgendeine Gesellschaft hier Mitarbeiter zur Meinungskontrolle einsetzen. Und gerade Costa dürfte sich das nicht erlauben, da sich deren Mitarbeiter mal lieber um die vielen Nicht-Europäer kümmern sollen, die immer noch in Rom ohne Pässe festsitzen! |
beileid
am 16.01.2012 23:54 |
Ich sehe ratlosigkeit angesichts immer neuer berichte zu dem Unglueck. |
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