Oase oder Fata Morgana? vom 09.06.2010
Reisebericht / Bewertung vom 09.06.2010 zum Schiff Royal Caribbean: Oasis of the Seas:
>>Hier<< geht es zu den Kreuzfahrten mit der Royal Caribbean: Oasis of the Seas
Gesamtnote: 2,2
Autor: Malte
Alter: 25-30 JahreGesamtnote: 2,2
Autor: Malte
Reisedatum: 05 - 2010
bisherige Kreuzfahrten: 10-20
Note: 3
Ihre Reiseroute:
Die Oasis of the Seas verkehrt auf zwei Routen in der Karibik. Auf der Route durch die westliche Karibik werden nur drei Häfen angelaufen, dafür gibt es volle drei Seetage. Irgendwie bekommt man den Eindruck, als wäre es im Sinn der Reederei, dass die Passagiere in den Häfen das Schiff erst gar nicht verlassen. Einer der Anlaufstationen ist „Labadee”, ein Stückchen von Haiti, das sich im Privatbesitz der Reederei befindet und auch nur von Schiffen von „Royal Caribbean” angelaufen wird. Das ohne ein Schiff völlig verwaiste Stück Insel wirkt dann irgendwie durch Reedereiangestellte, Massen von Menschen, einem künstlichen Schiffswrack, tausenden Sonnenliegen, einer Seil- und einer Sommerrodelbahn trotz malerischer Sandstrände, Palmen und Südseeflair wenig idyllisch. Im Gegenteil: man fühlt sich eher wie in Hape Kerkelings „Club Las Piranjas”. Mit Haiti hat dieses Stückchen Erde rein gar nichts zu tun. Einen Tag, bevor dieser Hafen angelaufen wird, wird man übrigens schriftlich über die Situation auf Haiti informiert und das Anlaufen damit gerechtfertigt, dass man stets Hilfsgüter transportiere und man ja auch spenden könne.
Für die beiden mexikanischen Häfen, einer davon wiederum eine Art Disneyland nur von Reedereien für ihre Passagiere erbaut, erstellte die Vorzeigeamerikanerin Shelby, der „Shoppingguide” von „Royal Caribbean”, extra einen Plan, auf dem sie Läden verzeichnete, die sie besonders zum Einkaufen empfiehlt. Die Frage, ob diese Läden für diesen „Tipp” Abgaben an die Reederei zahlen, lasse ich mal im Raum stehen.
Neben den eher dürftigen Möglichkeiten am Hafen bietet die Reederei jedoch in Mexiko relativ preisgünstige Ausflüge an, die ihr Geld wirklich wert sind. Und wer lieber Spaß auf dem Wasser haben will, muss sich zwischen Jetski, Speedbot, Fallschirmschleppfahrten usw. entscheiden.
Für die beiden mexikanischen Häfen, einer davon wiederum eine Art Disneyland nur von Reedereien für ihre Passagiere erbaut, erstellte die Vorzeigeamerikanerin Shelby, der „Shoppingguide” von „Royal Caribbean”, extra einen Plan, auf dem sie Läden verzeichnete, die sie besonders zum Einkaufen empfiehlt. Die Frage, ob diese Läden für diesen „Tipp” Abgaben an die Reederei zahlen, lasse ich mal im Raum stehen.
Neben den eher dürftigen Möglichkeiten am Hafen bietet die Reederei jedoch in Mexiko relativ preisgünstige Ausflüge an, die ihr Geld wirklich wert sind. Und wer lieber Spaß auf dem Wasser haben will, muss sich zwischen Jetski, Speedbot, Fallschirmschleppfahrten usw. entscheiden.
Note: 2
Das Schiff allgemein:
Zugegeben: Der Erste Anblick beeindruckt.Doch die Form erinnert eher an einen Büroturm in Manhattan als an ein Schiff. 16 Passagierdecks türmen sich in Fort Lauderdale, Start-und Zielhafen der siebentägigen Reisen durch die Karibik, auf. Von der Seite unterscheidet sich der weiße Koloss kaum von gängigen Kreuzfahrtschiffen und wirkt wenig innovativ. Der Blick auf die "Querseite", also die frontale Seite auf Bug und Heck , entlarvt das Schiff dann aber doch als etwas bislang Einzigartiges.Durch die gewölbte, rundliche Form hat man versucht, dem Schiff vorn etwas an Bulligkeit zu nehmen (ähnlich der Queen Mary II), auch wenn es immer noch sehr massig wirkt. Beim Blick auf das Heck fällt einem neben dem Amphitheater (siehe unten) die "Häuserschlucht" auf, die die Schiffsbauten in der Mitte bis gut zum vorderen Drittel der Schiffslänge teilt. Im hinteren Drittel, auf Deck 6, dem sog. "Boardwalk", türmen sich wie in einer Hotelanlage aus den 70- ern acht Decks mit Balkonen auf, die ein wenig an eine Legebatterie erinnern. Vor jeder Reise bekommt der Passagier anhand seiner Reiseunterlagen von der Reederei eine Zeit mitgeteilt, an dem er am Pier auftauchen soll (insofern er keinen Transfer über die Reederei gebucht hat und diese Ankunftszeit am Terminal dadurch selbst steuern kann). In den Unterlagen wird darauf hingewiesen, dass diese Zeiten bekannt gegeben werden , um lange Warteschlangen im Abfertigungsgebäude zu vermeiden. Diese vorbeugende Maßnahme macht in Anbetracht der großen Passagierzahl Sinn. Das Gebäude am Pier 18 im Hafen "Port Everglades" im Hafen von Fort Lauderdale wurde extra für die Oasis of the Seas und das Ende des Jahres folgende Schwesterschiff Allure of the Seas gebaut und ist in der Tat für eine Massenabfertigung geeignet. Gleich am Eingang werden die Passagiere von einer Armada von Reedereiangestellten begüßt, die jedem erst hier die nach Decks und Sektionen sortierten Gepäckanhänger aushändigen und die Koffer abnehmen. Im Gebäude selbst wird der Menschenstrom dann wiederum durch die Angabe der Decks, auf denen sich die Kabine befindet, durch zwei geteilt. Trotz der Tatsache, dass an diesem Tag an die 5.000 Passagiere eincheckten, wirkte das Terminal fast verweist. Wer hier also Warteschlangen und Menschenmassen erwartet hätte, wurde eines besseren belehrt. Nach einer Sicherheitskontrolle begann das eigentliche einchecken an einem Schalter wie am Flughafen-auch hier völlig ohne Wartezeiten. Für den Check-In stehen in der riesigen Abfertigungshalle am Pier 18 um die 100 Counter zur Verfügung. An diesem bekommt jeder Passagier seine Bordkarte
die ab sofort als Identifikationsmittel (dazu wird ein Foto auf dem Chip der Karte gespeichert), Kabinentürschlüssel und Zahlungsmittel fungiert.Danach geht es dann an Bord-natürlich nicht ohne das obligatorische Boarding Foto, das unsinnigerweise vor einer ausgerollten Fotoleinwand mit undefinierbarem Motiv gemacht wird, statt die Bordwand oder Gangway des Schiffes dafür zu benutzen.
Über eine verwinkelte Gangway betritt man dann das Schiff. Als Passagier, der nicht in einer Suite gebucht ist, wird man zwar an Bord begrüßt, muss sich den Weg zur Kabine aber selber suchen. Glücklicherweise betritt man das Schiff sehr zentral über die sog. "Royal Promenade" auf Deck 5, so dass man sich schnell einen Überblick verschaffen kann. Hier prasseln dann auch gleich die ersten Eindrücke auf jeden Gast ein. Man kommt sich eher vor wie in einem Einkaufszentrum nicht gerade wie auf einem Ozeandampfer.
Erste Orientierung an Bord
Neben den klassischen Wegweisern und Hinweisschildern befinden sich zur besseren Orientierung an Bord insgesamt 400 Touchscreen-Monitore verteilt, die einem nicht nur den eigenen Standort und den kürzesten Weg zu seinem Ziel anzeigen, sondern auch viele weiter Informationen geben, beispielsweise Auszüge aus dem Bordprogramm. Diese Innovation machen die klassichen Deckpläne eigentlich überflüssig, die es wohl auch deshalb nur auf Nachfrage am "Guest Service"gibt. Die leichteste Möglichkeit von Deck zu Deck stellen sicher die 32 sehr geräumigen Fahrstühle dar, in deren Boden eine kleine Besonderheit versteckt ist: Ein kleines Plättchen mit dem Wochentag. Fragt man sich am Tag der Abfahrt vielleicht nach dem Sinn dieser Installation, so ist man spätestens am Dritten Tag der Reise dankbar für diese Hilfe, da man im Urlaub jegliches Zeitgefühl verliert. Um dem Passagier zusätzliche Orientierungshilfen zu geben, wurde die Oasis of the Seas in sieben sog. "Nachbarschaften" oder "Themenbereiche" konzipiert. (Deshalb hatte das Schiff während der Ernennungszeremonie Ende letzten Jahre auch insgesamt sieben Taufpatinnen: die Kunstturnerin Shawn Johnsin, die Schauspielerin Jane Seymour (bekannt geworden durch die Titelrolle der "Dr. Quinn"-Ärztin aus Leidenschaft), die Schauspielerin Keshia Knight Pulliam (sie spielte die Rudy Huxtable in der "Bill-Cosby-Show") das Model Daisy Fuentes, die Eiskunstläuferin Michelle Kwan, die Schwimmerin Dara Torres und die Sängerin Gloria Estefan.) Die Namen der sieben Nachbarschaften verraten jeweils, was man in diesen Bereichen vorfindet: "Adventure Ocean" ist die sehr große Kinderzone-vom Kleinkind bis zum Jugendlichen können hier alle Altersklassen vom Personal betreut werden. Auf dem offenen "Boardwalk" auf Deck 6 befinden sich das Karussell, zwei Restaurants, ein Eis-und ein Donutgeschäft und ein Spielzeugladen, der eine große Süßigkeitenecke beherbergt.
Der Bereich "Central Park" auf Deck 8 erklärt sich von selbst. Hier im mittleren Teil des Schiffes befinden sich neben den exklusivsten Restaurants an Bord eine großzügig angelegte Parkanlage mit echten Pflanzen und einer eigenen Gärtnerin. Eingerahmt wird diese Idylle jedoch natürlich von den auf beiden Seiten aufragenden Balkonen an der Bordwand. Um die Illusion, man befände sich in einer malerischen Parklandschaft, perfekt zu machen, werden je nach Tageszeit entweder Vogelgezwitscher oder Grillengezirpe eingeblendet. Die Nachbarschaft "Entertainment Place" beherbergt neben drei Theatern (siehe unten)auch den Jazz-Club "Jazz on 4" und den Nachtclub "Blaze" , bei denene jeweils ein Altersnachweis (mindestens 21 Jahre) erbracht werden muss. Im Bereich "Pool & Sparks" befinden sich, wie es der Name schon sagt, die (sehr klein ausgeallenen) Pools. Die Oasis of the Seas verfügt über insgesamt vier Pools auf Deck 16. Darunter befindet sich ein mit Meerwasser gefülltes Becken ( der "Beach Pool") und ein knöcheltiefes Babybecken in der "H2O-Zone". Hier befinden sich auch massig Sonnenliegen, auf denen man sich "braten" kann. Weil die Sonne in der Karibik bekanntermaßen viel und kräftig scheint, erwähnt der Kapitän in seinen mittäglichen Ansprachen über den Bordlautsprecher übrigens nicht nur seine "Superdupercrew" (Zitat!), sondern rät auch zur Benutzung von Sonnencreme. Aha. Neben dem Pool befinden sich über die gesamte Deckfläche verteilt insgesamt zwölf Whirlpools, die allesamt aber sehr heiß sind. Die Nachbarschaft "Royal Promendade" ist die große Flaniermeile auf Deck 5. Die Anzahl und das Angebot der Geschäfte sind jedoch eher enttäuschend. Vom größten Schiff der Welt hätte man sich sicherlich mehr gewünscht als ein Fachgeschäft für Fotoapparate, einer winzigen Boutique und einer Art Tante-Emma-Laden mit dem Titel "The Shop", der Pafümerie, Alkohol-und Tabakgeschäft und Souvenirladen in einem. Die wenigen und zum Teil fragwürdigen Souvenirs, inklusive ohne permanent-Stiften unbeschreibare Plastikpostkarten, sind preislich jedoch sehr moderat. Und den Amerikanern scheint das Angebot zu genügen: der Laden war stets überfüllt und die beiden Kassiererinnen heillos überfordert. Aber vielleicht hat es wegen der unzähligen Bars und Restaurants und dem Nachbau eines Oldtimers (Auburn Speedster aus dem Jahr 1936), die sich ebenfalls auf der "Royal Promenade" befinden, keinen weiteren Platz für Geschäfte gegeben. Auch die "Rising Tide Bar", nach Reedereiangaben die "erste bewegliche Bar" auf See, hat hier einen Zusteigepunkt. Abends verwandelt sich diese Straße, die tagsüber Flanier-und Shoppingbereich im Inneren des Schiffes ist, in einen bunten Ausgehbezirk. Hier und da finden Paraden, wie die "Disco Inferno Street Party", statt, die mit der bunten mitreißenden Musik der 70er -Jahre alle Generationen beim feiern vereinen soll. Die letzte Nachbarchaft mit dem Namen "Vitality" beherbergt das große Spa und Fitnesscenter, die jedem Gast neben dem Eigentraining von der Typberatung bis zum Zähnebleichen alles anbietet, was das (Amerikanische?) Herz begehrt. Direkt von diesem Bereich gibt es auch einen Zugang auf die Joggingparkuhr auf Deck 5, die einmal um das gesamte Schiff führt.
die ab sofort als Identifikationsmittel (dazu wird ein Foto auf dem Chip der Karte gespeichert), Kabinentürschlüssel und Zahlungsmittel fungiert.Danach geht es dann an Bord-natürlich nicht ohne das obligatorische Boarding Foto, das unsinnigerweise vor einer ausgerollten Fotoleinwand mit undefinierbarem Motiv gemacht wird, statt die Bordwand oder Gangway des Schiffes dafür zu benutzen.
Über eine verwinkelte Gangway betritt man dann das Schiff. Als Passagier, der nicht in einer Suite gebucht ist, wird man zwar an Bord begrüßt, muss sich den Weg zur Kabine aber selber suchen. Glücklicherweise betritt man das Schiff sehr zentral über die sog. "Royal Promenade" auf Deck 5, so dass man sich schnell einen Überblick verschaffen kann. Hier prasseln dann auch gleich die ersten Eindrücke auf jeden Gast ein. Man kommt sich eher vor wie in einem Einkaufszentrum nicht gerade wie auf einem Ozeandampfer.
Erste Orientierung an Bord
Neben den klassischen Wegweisern und Hinweisschildern befinden sich zur besseren Orientierung an Bord insgesamt 400 Touchscreen-Monitore verteilt, die einem nicht nur den eigenen Standort und den kürzesten Weg zu seinem Ziel anzeigen, sondern auch viele weiter Informationen geben, beispielsweise Auszüge aus dem Bordprogramm. Diese Innovation machen die klassichen Deckpläne eigentlich überflüssig, die es wohl auch deshalb nur auf Nachfrage am "Guest Service"gibt. Die leichteste Möglichkeit von Deck zu Deck stellen sicher die 32 sehr geräumigen Fahrstühle dar, in deren Boden eine kleine Besonderheit versteckt ist: Ein kleines Plättchen mit dem Wochentag. Fragt man sich am Tag der Abfahrt vielleicht nach dem Sinn dieser Installation, so ist man spätestens am Dritten Tag der Reise dankbar für diese Hilfe, da man im Urlaub jegliches Zeitgefühl verliert. Um dem Passagier zusätzliche Orientierungshilfen zu geben, wurde die Oasis of the Seas in sieben sog. "Nachbarschaften" oder "Themenbereiche" konzipiert. (Deshalb hatte das Schiff während der Ernennungszeremonie Ende letzten Jahre auch insgesamt sieben Taufpatinnen: die Kunstturnerin Shawn Johnsin, die Schauspielerin Jane Seymour (bekannt geworden durch die Titelrolle der "Dr. Quinn"-Ärztin aus Leidenschaft), die Schauspielerin Keshia Knight Pulliam (sie spielte die Rudy Huxtable in der "Bill-Cosby-Show") das Model Daisy Fuentes, die Eiskunstläuferin Michelle Kwan, die Schwimmerin Dara Torres und die Sängerin Gloria Estefan.) Die Namen der sieben Nachbarschaften verraten jeweils, was man in diesen Bereichen vorfindet: "Adventure Ocean" ist die sehr große Kinderzone-vom Kleinkind bis zum Jugendlichen können hier alle Altersklassen vom Personal betreut werden. Auf dem offenen "Boardwalk" auf Deck 6 befinden sich das Karussell, zwei Restaurants, ein Eis-und ein Donutgeschäft und ein Spielzeugladen, der eine große Süßigkeitenecke beherbergt.
Der Bereich "Central Park" auf Deck 8 erklärt sich von selbst. Hier im mittleren Teil des Schiffes befinden sich neben den exklusivsten Restaurants an Bord eine großzügig angelegte Parkanlage mit echten Pflanzen und einer eigenen Gärtnerin. Eingerahmt wird diese Idylle jedoch natürlich von den auf beiden Seiten aufragenden Balkonen an der Bordwand. Um die Illusion, man befände sich in einer malerischen Parklandschaft, perfekt zu machen, werden je nach Tageszeit entweder Vogelgezwitscher oder Grillengezirpe eingeblendet. Die Nachbarschaft "Entertainment Place" beherbergt neben drei Theatern (siehe unten)auch den Jazz-Club "Jazz on 4" und den Nachtclub "Blaze" , bei denene jeweils ein Altersnachweis (mindestens 21 Jahre) erbracht werden muss. Im Bereich "Pool & Sparks" befinden sich, wie es der Name schon sagt, die (sehr klein ausgeallenen) Pools. Die Oasis of the Seas verfügt über insgesamt vier Pools auf Deck 16. Darunter befindet sich ein mit Meerwasser gefülltes Becken ( der "Beach Pool") und ein knöcheltiefes Babybecken in der "H2O-Zone". Hier befinden sich auch massig Sonnenliegen, auf denen man sich "braten" kann. Weil die Sonne in der Karibik bekanntermaßen viel und kräftig scheint, erwähnt der Kapitän in seinen mittäglichen Ansprachen über den Bordlautsprecher übrigens nicht nur seine "Superdupercrew" (Zitat!), sondern rät auch zur Benutzung von Sonnencreme. Aha. Neben dem Pool befinden sich über die gesamte Deckfläche verteilt insgesamt zwölf Whirlpools, die allesamt aber sehr heiß sind. Die Nachbarschaft "Royal Promendade" ist die große Flaniermeile auf Deck 5. Die Anzahl und das Angebot der Geschäfte sind jedoch eher enttäuschend. Vom größten Schiff der Welt hätte man sich sicherlich mehr gewünscht als ein Fachgeschäft für Fotoapparate, einer winzigen Boutique und einer Art Tante-Emma-Laden mit dem Titel "The Shop", der Pafümerie, Alkohol-und Tabakgeschäft und Souvenirladen in einem. Die wenigen und zum Teil fragwürdigen Souvenirs, inklusive ohne permanent-Stiften unbeschreibare Plastikpostkarten, sind preislich jedoch sehr moderat. Und den Amerikanern scheint das Angebot zu genügen: der Laden war stets überfüllt und die beiden Kassiererinnen heillos überfordert. Aber vielleicht hat es wegen der unzähligen Bars und Restaurants und dem Nachbau eines Oldtimers (Auburn Speedster aus dem Jahr 1936), die sich ebenfalls auf der "Royal Promenade" befinden, keinen weiteren Platz für Geschäfte gegeben. Auch die "Rising Tide Bar", nach Reedereiangaben die "erste bewegliche Bar" auf See, hat hier einen Zusteigepunkt. Abends verwandelt sich diese Straße, die tagsüber Flanier-und Shoppingbereich im Inneren des Schiffes ist, in einen bunten Ausgehbezirk. Hier und da finden Paraden, wie die "Disco Inferno Street Party", statt, die mit der bunten mitreißenden Musik der 70er -Jahre alle Generationen beim feiern vereinen soll. Die letzte Nachbarchaft mit dem Namen "Vitality" beherbergt das große Spa und Fitnesscenter, die jedem Gast neben dem Eigentraining von der Typberatung bis zum Zähnebleichen alles anbietet, was das (Amerikanische?) Herz begehrt. Direkt von diesem Bereich gibt es auch einen Zugang auf die Joggingparkuhr auf Deck 5, die einmal um das gesamte Schiff führt.
Note: 2
Die Kabinen:
Laut Katalog hat der Gast bei der Buchung die Qual der Wahl zwischen insgesamt 36 verschiedenen Kabinenkategorien. Diese hohe Zahl hängt weniger mit Größe und Ausstattung zusammen, sondern vielmehr auch mit der Lage der Kabine auf dem Schiff. Durch die Teilung des Schiffes in zwei Komplexe gibt es im Vergleich zur hohen Gesamtzahl eine relativ geringe Anzahl an Innenkabinen. Der Reederei war es sehr wichtig, möglichst viele Kabinen mit Balkonen im Angebot zu haben. Nur muss man bei der Buchung eben aufpassen, dass es nicht nur Balkone zur See, sondern eben auch ins Innere zum „Central Park” oder „Boardwalk” gibt. Die Kabinen sind durchaus schön, aber nichts Besonderes. Mit ihrer durchschnittlichen Größe, merkt man hier nicht, dass man auf dem größten Schiff der Welt ist - vor allem im nicht gerade geräumigen, dafür aber sehr funktionellen Badezimmer. Bei diesem hat sich „Royal Caribbean” wohl eines Standardelements der Werft bedient, denn die Badezimmer gleichen denen auf den Kreuzfahrtfähren Color Fantasy und Color Magic, die ebenfalls auf der finnischen Werft gebaut wurden. Ingesamt ist die Schallisolierung auf dem Schiff hervorragend. Trotz der Tatsache, dass das Schiff fast ausgebucht war, waren keine störende Geräusche vom Gang oder aus anderen Kabinen zu hören. Nur ab und zu hörte man leise eine der gewaltigen Vakuum-Klospühlungen. In der Kabine hervorzuheben ist der große Flatscreen, der so an einem Schwenkarm angebracht ist, dass man ihn sowohl von der Sitzgruppe als auch vom Bett aus gut sehen kann.
Dieser interaktive Fernseher dient nicht nur zum Fernsehschauen (es gibt auch einen deutschen Kanal – leider laufen hier jedoch nur zwei auf deutsch synchronisierte Filme hoch und runter), sondern man bekommt auch einen Überblick über das Bordprogramm, hat Zugriff auf sein Zimmerkonto, kann elektronische Bestellungen beim Roomservice tätigen (zumindest theoretisch – bei uns stürzte das Gerät immer ab) und kann sich vorab die Speisekarten aus den Restaurants zu Gemüte führen.
Dieser interaktive Fernseher dient nicht nur zum Fernsehschauen (es gibt auch einen deutschen Kanal – leider laufen hier jedoch nur zwei auf deutsch synchronisierte Filme hoch und runter), sondern man bekommt auch einen Überblick über das Bordprogramm, hat Zugriff auf sein Zimmerkonto, kann elektronische Bestellungen beim Roomservice tätigen (zumindest theoretisch – bei uns stürzte das Gerät immer ab) und kann sich vorab die Speisekarten aus den Restaurants zu Gemüte führen.
Note: 1
Das Essen:
Wer eine Reise mit der Oasis bucht, hat die Wahl zwischen insgesamt 24 Restaurants und 37 Bars. Von den Bars wird von „Royal Caribbean” die „Rising Tide Bar” besonders hervorgehoben, die den Anschein geben soll, dass sie zwischen der „Royal Promenade” und dem „Central Park” von oben nach unten „schwebt”. Ein Wasserstrahl soll suggerieren, dass die Bar nach oben gedrückt wird – die Führungsschienen am Rand der Bar sind jedoch auch für jeden Laien erkennbar. Betreten und verlassen kann man die Bar nur, wenn sie an einem ihrer beiden Haltepunkte steht. Zwischendurch ist man quasi auf der Barplattform „gefangen”. Die Getränkepreise an den Bars und in den Restaurants sind übrigens, nicht nur durch den für Europäer bislang noch günstigen Dollarkurs, sehr moderat.
Standardmäßig nimmt jeder Gast seine Mahlzeiten im Hauptspeisesaal „Opus“, der sich über drei Decks erstreckt und im Art-Deco-Stil gehalten ist, ein. Pro Sitzung sollen hier bis zu 3.000 Menschen Platz finden. Weil das jedoch noch nicht für alle Passagiere an Bord reicht, gibt es zwei Essenssitzungen: eine um 18:00 Uhr, die andere um 20:30 Uhr. Wer sich nicht an feste Essenszeiten oder feste Tische halten möchte, kann in den sog. „My time dining“-Bereich gehen. Die Geräuschkulisse im Hauptsaal unter dem gewaltigen Kronleuchter ist jedoch bei der gewaltigen Personenzahl sehr groß. Glücklicherweise bietet der Saal jedoch auch ruhigere Ecken an, beispielsweise die Seitenflügel, die auf dem Deckplan mit „Private Dining“ gekennzeichnet sind. Die Bedienungen sind allesamt sehr nett und zuvorkommend. Auch an der Auswahl der Speisen gibt es nichts auszusetzen. Daran wird sicherlich der österreichische Küchenchef seinen großen Teil beigetragen haben. Auf den Speisekarten fehlen übrigens sämtliche Datumsangaben. Der Grund: Für die siebentägigen Reisen wurden insgesamt sieben Menükarten zusammengestellt. Würde man also länger als eine Woche auf dem Schiff verbringen, würden sich die Speisen wiederholen.
Doch selbst das sollte kein Problem sein, kann man doch auf 23 andere Restaurants ausweichen, die aber teilweise aufpreispflichtig sind. So befindet sich auf der „Royal Promenade“ die Pizzeria „Sorrento’s”, das „Café Promenade” (nur dies hat übrigens rund um die Uhr geöffnet), in dem man belegte Brötchen und Süßes bekommt (Achtung: die Kaffeespezialitäten von „Starbucks” kosten extra!), das Kuchengeschäft „Cupcake Cupboard” und die „Mondo Coffee Bar”. Auch im „Central Park” kann aus verschiedenen Bezahlrestaurants gewählt werden: gegen eine Zuzahlung von 25,00 Dollar pro Person bekommt man im „Chops Grille” hervorragende Steaks. „150 Central Park” ist eine der exklusivsten Adressen an Bord. Hier bekommt jeder Gast gegen einen Aufpreis von 35,00 Dollar ein 8-Gänge-Menü serviert. Ohne Zuzahlung ist dafür das „Park Café”. Die Preise in der Weinbar „Vintages”, in der Tapas, Wein und Käse serviert werden, richten sich nach Karte. Etwas günstiger ist da der Italiener „Giovanni’s Table”. Auch auf dem „Boardwalk” muss niemand verhungern. Hier gibt es eine Filiale der Fastfoodkette „Johnny Rocktets” im Stil eines typisch amerikanischen Diners. Das Restaurant „Seafood Shack” bietet allerhand Leckereien für eine Zuzahlung von 8,95 Dollar. Umsonst dagegen ist der „Donut Shop”, die „Boardwalk Bar” und das „Ice Cream Parlor”. Wem das noch nicht genug ist, der kann sich auch auf dem Sonnendeck den Bauch voll schlagen: Neben dem „Solarium Bistro” und dem Fastfoodrestaurant „Wipe Out Café” befindet sich dort oben auch das Spezialitätenrestaurant „Izumi”, das asiatische Speisen mit Preisen nach Karte serviert. Die exklusivste Möglichkeit zum Essen ist das „Chef’s Table”, bei dem der Chefkoch gegen eine Zuzahlung von 75 Dollar pro Person bis zu 14 Personen bekocht. Zünftiger geht es dafür im Büffetrestaurant „Windjammer Marketplace” zu, in dem es bei voller Belegung sehr laut werden kann. Dafür ist der Blick aus diesem am Heck von Deck 16 gelegenen Restaurant atemberaubend.
Trotz des tollen Essens im „Opus”-Speiseaal werden die Zusatzmöglichkeiten mit den zum Teil fälligen Aufpreisen wohl sehr gut angekommen, weshalb eine vorherige Reservierung scheinbar unbedingt notwendig ist. Für das Personal im Speisesaal macht das die Arbeit nicht gerade leichter, weil sie durch die vielen Möglichkeiten, die
die Passagiere nutzen können, sehr schlecht vorausplanen kann.
Wer seine Kabine zum Essen erst gar nicht verlassen möchte, kann übrigens den kostenfreien „Room Service“ bemühen (lediglich ab Mitternacht bis 6:00 Uhr morgens fällt eine Gebühr von 3,95 Dollar an), der auch eine kleine Auswahl an Vor-, Haupt- und Nachspeisen zur Verfügung stellt.
Viele der Restaurants bieten neben dem Abendessen auch ein Frühstück an, dass sich je nachdem wo man isst, in der Auswahl unterscheidet.
Standardmäßig nimmt jeder Gast seine Mahlzeiten im Hauptspeisesaal „Opus“, der sich über drei Decks erstreckt und im Art-Deco-Stil gehalten ist, ein. Pro Sitzung sollen hier bis zu 3.000 Menschen Platz finden. Weil das jedoch noch nicht für alle Passagiere an Bord reicht, gibt es zwei Essenssitzungen: eine um 18:00 Uhr, die andere um 20:30 Uhr. Wer sich nicht an feste Essenszeiten oder feste Tische halten möchte, kann in den sog. „My time dining“-Bereich gehen. Die Geräuschkulisse im Hauptsaal unter dem gewaltigen Kronleuchter ist jedoch bei der gewaltigen Personenzahl sehr groß. Glücklicherweise bietet der Saal jedoch auch ruhigere Ecken an, beispielsweise die Seitenflügel, die auf dem Deckplan mit „Private Dining“ gekennzeichnet sind. Die Bedienungen sind allesamt sehr nett und zuvorkommend. Auch an der Auswahl der Speisen gibt es nichts auszusetzen. Daran wird sicherlich der österreichische Küchenchef seinen großen Teil beigetragen haben. Auf den Speisekarten fehlen übrigens sämtliche Datumsangaben. Der Grund: Für die siebentägigen Reisen wurden insgesamt sieben Menükarten zusammengestellt. Würde man also länger als eine Woche auf dem Schiff verbringen, würden sich die Speisen wiederholen.
Doch selbst das sollte kein Problem sein, kann man doch auf 23 andere Restaurants ausweichen, die aber teilweise aufpreispflichtig sind. So befindet sich auf der „Royal Promenade“ die Pizzeria „Sorrento’s”, das „Café Promenade” (nur dies hat übrigens rund um die Uhr geöffnet), in dem man belegte Brötchen und Süßes bekommt (Achtung: die Kaffeespezialitäten von „Starbucks” kosten extra!), das Kuchengeschäft „Cupcake Cupboard” und die „Mondo Coffee Bar”. Auch im „Central Park” kann aus verschiedenen Bezahlrestaurants gewählt werden: gegen eine Zuzahlung von 25,00 Dollar pro Person bekommt man im „Chops Grille” hervorragende Steaks. „150 Central Park” ist eine der exklusivsten Adressen an Bord. Hier bekommt jeder Gast gegen einen Aufpreis von 35,00 Dollar ein 8-Gänge-Menü serviert. Ohne Zuzahlung ist dafür das „Park Café”. Die Preise in der Weinbar „Vintages”, in der Tapas, Wein und Käse serviert werden, richten sich nach Karte. Etwas günstiger ist da der Italiener „Giovanni’s Table”. Auch auf dem „Boardwalk” muss niemand verhungern. Hier gibt es eine Filiale der Fastfoodkette „Johnny Rocktets” im Stil eines typisch amerikanischen Diners. Das Restaurant „Seafood Shack” bietet allerhand Leckereien für eine Zuzahlung von 8,95 Dollar. Umsonst dagegen ist der „Donut Shop”, die „Boardwalk Bar” und das „Ice Cream Parlor”. Wem das noch nicht genug ist, der kann sich auch auf dem Sonnendeck den Bauch voll schlagen: Neben dem „Solarium Bistro” und dem Fastfoodrestaurant „Wipe Out Café” befindet sich dort oben auch das Spezialitätenrestaurant „Izumi”, das asiatische Speisen mit Preisen nach Karte serviert. Die exklusivste Möglichkeit zum Essen ist das „Chef’s Table”, bei dem der Chefkoch gegen eine Zuzahlung von 75 Dollar pro Person bis zu 14 Personen bekocht. Zünftiger geht es dafür im Büffetrestaurant „Windjammer Marketplace” zu, in dem es bei voller Belegung sehr laut werden kann. Dafür ist der Blick aus diesem am Heck von Deck 16 gelegenen Restaurant atemberaubend.
Trotz des tollen Essens im „Opus”-Speiseaal werden die Zusatzmöglichkeiten mit den zum Teil fälligen Aufpreisen wohl sehr gut angekommen, weshalb eine vorherige Reservierung scheinbar unbedingt notwendig ist. Für das Personal im Speisesaal macht das die Arbeit nicht gerade leichter, weil sie durch die vielen Möglichkeiten, die
die Passagiere nutzen können, sehr schlecht vorausplanen kann.
Wer seine Kabine zum Essen erst gar nicht verlassen möchte, kann übrigens den kostenfreien „Room Service“ bemühen (lediglich ab Mitternacht bis 6:00 Uhr morgens fällt eine Gebühr von 3,95 Dollar an), der auch eine kleine Auswahl an Vor-, Haupt- und Nachspeisen zur Verfügung stellt.
Viele der Restaurants bieten neben dem Abendessen auch ein Frühstück an, dass sich je nachdem wo man isst, in der Auswahl unterscheidet.
Note: 3
Den Service:
Die Rezeption an Bord nennt sich „Guest Service”. Hier kann man sich auch weitere Exemplare der Bordzeitung „Cruise Compass“, die es auch in Deutsch gibt, holen. Zu den deutschen Übersetzungen kann man generell sagen, dass sie bis auf die Speisekarten sehr fehlerhaft und besonders schlecht übersetzt sind. Teilweise benötigt man das englische Original, um zu verstehen, was gemeint ist. Die Bemühungen der Reederei, Informationen auf vielen Sprachen anzubieten, sind zwar sehr löblich, auf diesem Schiff aber wirklich einfach nur peinlich umgesetzt. Auf dieser Reise gab es nur eine rein deutsche Ansprechpartnerin („Nathalie aus Bonn“), die zum Teil nicht gerade ihre Freude hatte, wenn wieder einmal ein fürs Meckern bekannter Deutscher, der kaum ein Wort Englisch sprach, um die Ecke kam. Für Ausländer an Bord gibt es die sog. „internationalen Botschafterinnen“ (in der Bordzeitung nannten sie sich bis zum Schluss „Botschaftlerinen“…) , zwei Damen, die viele Sprachen gebrochen beherrschen und zwar stets freundlich sind, irgendwie dennoch eher inkompetent erscheinen. Einer fehlerhaften Übersetzung war es dann auch geschuldet, dass viele Deutsche die Trinkgeldregelung an Bord nicht richtig verstanden hatten. (Die Reederei gibt jedem Passagier die Möglichkeit, die empfohlenen Trinkgeldbeträge von knapp 80 Dollar pro Person und Reise direkt vom Bordkonto abgebucht zu bekommen, dafür dann aber Umschläge und Gutscheine zu erhalten, wenn man den Angestellten ihre Aufmerksamkeiten nicht in bar zustecken möchte.)
Note: 2
Das Unterhaltung-/Sportangebot:
Im Großen und Ganzen kann die Oasis of the Seas als ein Schiff bezeichnet werden, dass in seiner Ausstattung und seinen Angeboten für den US-amerikanischen Markt konzipiert wurde. Für einen Europäer kann diese „Bespaßung” teilweise etwas befremdlich wirken, wenn er seine Urlaube nicht gerade am „Ballermann” verbringt. Für die Unterhaltung zuständig auf dem Schiff ist der „Cruise Director” Ken Rush (eine Mischung aus „dem Wendler” und Jürgen Drews), der mit einem unglaublichen Durchhaltevermögen und einer fast nervenden Penetranz Programmpunkte wie den „Men’s Sexy Leg”-Contest oder den „Belly Flop” („Bauchplatscher”) Wettbewerb moderiert. Die selbst ernannte Stimmungskanone hat dann auch keine Scheu, sich mit viel zu engem weißen Anzug und John-Travolta-Pose mit blinkender Sonnenbrille an die Spitze der Polonaise zur „70er-Parade” zu stellen. Übrigens: Wer traurig ist, einer der vielen Bord-Spektakel verpasst zu haben, dem sei gesagt, dass alles von Kameras aufgezeichnet wird, damit es sich jeder Passagier bequem von der Kabine aus noch einmal anschauen kann.
Nicht unbedingt von einem amerikanischen Schiff zu erwarten, bietet die Oasis of the Seas ein großes Sportangebot an. Hat man erst einmal die Verzichtserklärung, mit der sich die Reederei aus jeglicher Haftung bei Sportunfällen zurückzieht, unterschrieben, stehen einem alle Möglichkeiten zur körperlichen Ertüchtigung offen. Neben dem Fitnesscenter gibt es am Heck auf Deck 16 die sog. „Sport Zone”. Hier befinden sich neben einem Minigolfplatz, einem Sportplatz für Fuß-, Volley- und Basketball und zwei Kletterwänden gleich zwei „Flowrider“. Diese Maschinen erzeugen durch schnell fließendes Wasser und großen Druck eine künstliche Welle, auf der gesurft werden kann. Zugegeben: ein etwas skurriles Bild. Da wird also mitten auf dem Ozean eine Welle künstlich erzeugt… Wem das noch nicht genug „Action“ ist, der kann sich an der „Zip Line“ eingehängt einmal quer übers Schiff ziehen lassen.
Theater, Shows & Comedy
„Royal Caribbean” kündigte im Vorfeld an, dass mit der Oasis of the Seas das vielseitigste Entertainmentangebot auf See mit aufwendigen Shows, Artistik, Paraden und Theaterstücken Premiere feiern würde, bei dem das Publikum ein Unterhaltungsprogramm, das internationale Artisten bei aufwendigen Choreographien im Wasser, auf dem Eis und in der Luft zeigt, geboten wird. Bis auf das „Aqua Theater” befinden sich alle Veranstaltungsorte auf Deck 4 im so genannten „Entertainment Place”, zu finden am Ende der geschwungenen Treppe hinunter direkt am Ende der „Royal Promenade”. Die Reederei wirbt auf der Website damit, dass sich die Gäste schon vor der Reise ihr favorisiertes Unterhaltungsprogramm an Bord zusammenstellen können, indem sie sich ab drei Monate vor Reisebeginn Tickets für die kostenlosen Shows online reservieren. Mit Blick auf die begrenzten Platzkapazitäten macht das auch Sinn, nimmt dem Gast jedoch auch irgendwie die Spontanität, nach Lust und Laune eine Show zu besuchen. Wer nicht reserviert, kann jedoch der Gelackmeierte sein. Denn bis zu einer halben Stunde vor Showbeginn werden zunächst die Gäste ins Theater
gelassen, die reserviert haben (vorab online, über das interaktive Fernsehrgerät oder an Bord), die sich dann die besten Plätze aussuchen können.
Das „Opal Theater“ ist das größte Theater an Bord und bietet Platz für 1.350 Gäste. Es verfügt über eine Bühne, die sich in den Zuschauerraum erstreckt – für bessere Sicht und mehr Interaktionsmöglichkeiten. Hier wird auf jeder Reise mehrmals das Musical „Hairspray” gespielt. Das mehrfach mit dem Tony Award ausgezeichnete Musical wurde bis Ende Januar 2009 noch am Broadway aufgeführt und bildet nun einen Höhepunkt im Entertainment-Programm der Oasis of the Seas. Die Show wurde geringfügig auf eine Spieldauer von 90 Minuten gekürzt. Die Darsteller wurden während einer Casting-Tour in London, New York, Chicago und Los Angeles gefunden. Und das Ergebnis kann sich mehr als sehen lassen. Das Original am Broadway kann nicht professioneller gewesen sein.
Neben „Hairspray” ist das „Opal Theater” auch Veranstaltungsort für die Eigenproduktionen von „Royal Caribbean”, die allesamt ebenfalls auf sehr hohem Niveau sind: Die 45-minütige Show „Come Fly With Me” mit interaktiven Videoaufnahmen, kraftvollem Gesang und Tanz sowie Akrobatik und die „Headliner Showtime”, bei der wechselnde Gastkünstler wie Jongleure, Zauberkünstler, Sänger und Musiker ihre Zuschauer in Staunen und Entzücken versetzen.
Das wohl beeindruckendste Theater an Bord ist das „AquaTheater” am Ende des „Boardwalk” am Heck auf Deck 6. Vor der Kulisse des Ozeans bietet dieses Amphitheater Platz für 600 Personen. Zum Theater gehören neben den Großleinwänden und den zwei Türmen mit Sprungbrettern ein Pool, der der tiefste und größte auf See sein soll. Durch wasserdurchlässige Zwischenböden und Hebebühnentechnik kann die Poolfläche nicht nur als Pool, sondern auch als Bühne verwendet werden. Hier wird die Show „Oasis of Dreams“ dargeboten, bei der vor der Meereskulisse Turmspringer atemberaubende Kunstsprünge absolvieren und Synchronschwimmer ihre kunstvoll inszenierten Darbietungen zeigen. Zur Besetzung dieser Show gehören auch internationale Sportler, die ihr Können schon bei den Olympischen Spielen gezeigt haben. Begleitet werden die Athleten von mitreißender Musik, einer Fontänen-Show und besonderen Lichteffekten. Letztere kommen erst im Dunkeln richtig zur Geltung. Seitlich über dem Theater beginnen die beiden „Wohnblocks“, bei denen es zum Heck hin zum Teil Balkone gibt, die nicht zu Suiten gehören und öffentlich zugänglich sind. Auf Deck 7, 11, 12 hat man dadurch einen tollen Blick auf das „Aqua Theater“ von oben.
Tief unten auf Deck 4 befindet sich das sog. „Studio B“. Die populäre Eislaufbahn ist auf allen Schiffen von „Royal Caribbean“ sehr beliebt. Hier wird als elfte Eisshow an Bord eines Schiffs der Reedei „Frozen in Time“ präsentiert. Das Stück bringt die Märchen von Hans Christian Andersen auf die Bühne, der mit Kinderstücken wie „Das hässliche Entlein“, „Des Kaisers neue Kleider“ und „Die Prinzessin auf der Erbse“ berühmt wurde. Die Schlittschuhläufer und Darsteller, die bemerkenswerte Choreographie, die Kostüme und die Musik reißen die Zuschauer sofort mit.
Der Comedy-Club „Comedy Live“ für Erwachsene zeigt Darbietungen in intimer Atmosphäre. Die Bühnenausstattung wurde von den New Yorker Subway-Stationen inspiriert. Jeden Abend finden hier zwei bis drei einstündige Darbietungen von talentierten Stand-up-Comedians statt. Jede Show präsentiert jeweils zwei Komödianten, die mit Wortwitz und Grimassen ihre Zuschauer zum Lachen bringen.
Neben dieses Locations stehen den Passagieren noch das große Casino (hier gibt es sogar eine Raucherseite), der Jazzclub „Jazz on 4“, die Nachtclubs „Blaze“ (fürs jüngere Publikum) und „Dazzles“ (für die älteren), die Sportbar „On Air Club“ (tagsüber gibt’s hier Karaoke) oder der Irish
Pub zur Verfügung. Eine Sache ist sicher: wem an Bord langweilig wird, der ist selber Schuld!
Nicht unbedingt von einem amerikanischen Schiff zu erwarten, bietet die Oasis of the Seas ein großes Sportangebot an. Hat man erst einmal die Verzichtserklärung, mit der sich die Reederei aus jeglicher Haftung bei Sportunfällen zurückzieht, unterschrieben, stehen einem alle Möglichkeiten zur körperlichen Ertüchtigung offen. Neben dem Fitnesscenter gibt es am Heck auf Deck 16 die sog. „Sport Zone”. Hier befinden sich neben einem Minigolfplatz, einem Sportplatz für Fuß-, Volley- und Basketball und zwei Kletterwänden gleich zwei „Flowrider“. Diese Maschinen erzeugen durch schnell fließendes Wasser und großen Druck eine künstliche Welle, auf der gesurft werden kann. Zugegeben: ein etwas skurriles Bild. Da wird also mitten auf dem Ozean eine Welle künstlich erzeugt… Wem das noch nicht genug „Action“ ist, der kann sich an der „Zip Line“ eingehängt einmal quer übers Schiff ziehen lassen.
Theater, Shows & Comedy
„Royal Caribbean” kündigte im Vorfeld an, dass mit der Oasis of the Seas das vielseitigste Entertainmentangebot auf See mit aufwendigen Shows, Artistik, Paraden und Theaterstücken Premiere feiern würde, bei dem das Publikum ein Unterhaltungsprogramm, das internationale Artisten bei aufwendigen Choreographien im Wasser, auf dem Eis und in der Luft zeigt, geboten wird. Bis auf das „Aqua Theater” befinden sich alle Veranstaltungsorte auf Deck 4 im so genannten „Entertainment Place”, zu finden am Ende der geschwungenen Treppe hinunter direkt am Ende der „Royal Promenade”. Die Reederei wirbt auf der Website damit, dass sich die Gäste schon vor der Reise ihr favorisiertes Unterhaltungsprogramm an Bord zusammenstellen können, indem sie sich ab drei Monate vor Reisebeginn Tickets für die kostenlosen Shows online reservieren. Mit Blick auf die begrenzten Platzkapazitäten macht das auch Sinn, nimmt dem Gast jedoch auch irgendwie die Spontanität, nach Lust und Laune eine Show zu besuchen. Wer nicht reserviert, kann jedoch der Gelackmeierte sein. Denn bis zu einer halben Stunde vor Showbeginn werden zunächst die Gäste ins Theater
gelassen, die reserviert haben (vorab online, über das interaktive Fernsehrgerät oder an Bord), die sich dann die besten Plätze aussuchen können.
Das „Opal Theater“ ist das größte Theater an Bord und bietet Platz für 1.350 Gäste. Es verfügt über eine Bühne, die sich in den Zuschauerraum erstreckt – für bessere Sicht und mehr Interaktionsmöglichkeiten. Hier wird auf jeder Reise mehrmals das Musical „Hairspray” gespielt. Das mehrfach mit dem Tony Award ausgezeichnete Musical wurde bis Ende Januar 2009 noch am Broadway aufgeführt und bildet nun einen Höhepunkt im Entertainment-Programm der Oasis of the Seas. Die Show wurde geringfügig auf eine Spieldauer von 90 Minuten gekürzt. Die Darsteller wurden während einer Casting-Tour in London, New York, Chicago und Los Angeles gefunden. Und das Ergebnis kann sich mehr als sehen lassen. Das Original am Broadway kann nicht professioneller gewesen sein.
Neben „Hairspray” ist das „Opal Theater” auch Veranstaltungsort für die Eigenproduktionen von „Royal Caribbean”, die allesamt ebenfalls auf sehr hohem Niveau sind: Die 45-minütige Show „Come Fly With Me” mit interaktiven Videoaufnahmen, kraftvollem Gesang und Tanz sowie Akrobatik und die „Headliner Showtime”, bei der wechselnde Gastkünstler wie Jongleure, Zauberkünstler, Sänger und Musiker ihre Zuschauer in Staunen und Entzücken versetzen.
Das wohl beeindruckendste Theater an Bord ist das „AquaTheater” am Ende des „Boardwalk” am Heck auf Deck 6. Vor der Kulisse des Ozeans bietet dieses Amphitheater Platz für 600 Personen. Zum Theater gehören neben den Großleinwänden und den zwei Türmen mit Sprungbrettern ein Pool, der der tiefste und größte auf See sein soll. Durch wasserdurchlässige Zwischenböden und Hebebühnentechnik kann die Poolfläche nicht nur als Pool, sondern auch als Bühne verwendet werden. Hier wird die Show „Oasis of Dreams“ dargeboten, bei der vor der Meereskulisse Turmspringer atemberaubende Kunstsprünge absolvieren und Synchronschwimmer ihre kunstvoll inszenierten Darbietungen zeigen. Zur Besetzung dieser Show gehören auch internationale Sportler, die ihr Können schon bei den Olympischen Spielen gezeigt haben. Begleitet werden die Athleten von mitreißender Musik, einer Fontänen-Show und besonderen Lichteffekten. Letztere kommen erst im Dunkeln richtig zur Geltung. Seitlich über dem Theater beginnen die beiden „Wohnblocks“, bei denen es zum Heck hin zum Teil Balkone gibt, die nicht zu Suiten gehören und öffentlich zugänglich sind. Auf Deck 7, 11, 12 hat man dadurch einen tollen Blick auf das „Aqua Theater“ von oben.
Tief unten auf Deck 4 befindet sich das sog. „Studio B“. Die populäre Eislaufbahn ist auf allen Schiffen von „Royal Caribbean“ sehr beliebt. Hier wird als elfte Eisshow an Bord eines Schiffs der Reedei „Frozen in Time“ präsentiert. Das Stück bringt die Märchen von Hans Christian Andersen auf die Bühne, der mit Kinderstücken wie „Das hässliche Entlein“, „Des Kaisers neue Kleider“ und „Die Prinzessin auf der Erbse“ berühmt wurde. Die Schlittschuhläufer und Darsteller, die bemerkenswerte Choreographie, die Kostüme und die Musik reißen die Zuschauer sofort mit.
Der Comedy-Club „Comedy Live“ für Erwachsene zeigt Darbietungen in intimer Atmosphäre. Die Bühnenausstattung wurde von den New Yorker Subway-Stationen inspiriert. Jeden Abend finden hier zwei bis drei einstündige Darbietungen von talentierten Stand-up-Comedians statt. Jede Show präsentiert jeweils zwei Komödianten, die mit Wortwitz und Grimassen ihre Zuschauer zum Lachen bringen.
Neben dieses Locations stehen den Passagieren noch das große Casino (hier gibt es sogar eine Raucherseite), der Jazzclub „Jazz on 4“, die Nachtclubs „Blaze“ (fürs jüngere Publikum) und „Dazzles“ (für die älteren), die Sportbar „On Air Club“ (tagsüber gibt’s hier Karaoke) oder der Irish
Pub zur Verfügung. Eine Sache ist sicher: wem an Bord langweilig wird, der ist selber Schuld!






