MSC Splendida Oktober 2011; Westliches Mittelmeer ab Genua mit H&R Flug Frankfurt/M. vom 02.12.2011

MSC Splendida
MSC Splendida

Reisebericht / Bewertung vom 02.12.2011 zum Schiff MSC Splendida :


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Gesamtnote: 2,0
Autor: Jürgen
Alter: 50-55 Jahre
Reisedatum: 10 - 2011
bisherige Kreuzfahrten: weniger als 5<
Note: 2

Ihre Reiseroute:

Wir (Eheleute) starteten unsere 3. MSC Kreuzfahrt (09.-16.10.2011) von Genua aus, von Frankfurt/M. kommend per Flieger. Sowohl bei Landung als auch bei Start des Fliegers hatten wir den Eindruck, im Wasser zu „landen“, da die Piste direkt neben dem Hafenbecken liegt. Es waren schon begeisternde Eindrücke, auch aufgrund des super guten Wetters während der gesamten Reisezeit. Die Reiseroute führte über Neapel, Palermo, Tunis, Palma (Mallorca), Barcelona und Marseille wieder nach Genua. Die ganze Zeit nicht ein Wölkchen am Himmel, ständig zwischen 25-30 Grad warm und das im Oktober. Man konnte jeden Tag baden gehen. Beeindruckenste Stadt war Neapel – wegen des Straßenverkehrs, schönste Stadt war aber Marseille. Die angebotenen Landausflüge und Shuttlebusse sind unseres Erachtens zu teuer. Leider erhält man auch im Gegensatz zu unseren beiden früheren Fahrten von der Reiseleitung keine Informationen für Individualbesuche mehr. Daher findet man sich auch in den größeren Hafenstädten nicht so zurecht wie in den kleineren übersichtlichen Hafenstädten unseren vorangegangenen Reisen. Daher als Empfehlung unbedingt zu Hause Informationen über die anzulaufenden Häfen/Städte, ihre Sehenswürdigkeiten und die angebotenen Touren einholen und selbst vorbereiten. Macht zwar etwas Mühe und ein wenig mehr Gepäckraum/gewicht – aber es lohnt sich. Bei unseren beiden ersten Fahrten hatten wir es umsonst gemacht, da wir während der Reise die Informationen erhielten, bei der dritten Reise wollten wir uns dies ersparen und hatten leider geloost.
Note: 2

Das Schiff allgemein:

Tolles, edel eingerichtetes und gepflegtes Schiff (wie auch unsere beiden vorangegangenen MSC Musica und MSC Orchestra). Besondere Attraktivität der Splendida sind ein überdachter Poolbereich, großzügige Swarowski-Glitzertreppen im Atrium, zwei Aufzüge mit Außenblick ins Atrium (damit sind auch gleich unsere Lieblingsaufenthaltsplätze benannt). Der Schiffszustand ist auf hohem Niveau, ständig wird irgendwo geputzt, poliert und alles in Stand gehalten – lediglich die großen Scheibenflächen auf den Service- und Erholungsdecks hätten angesichts der vorangegangenen und noch andauernden Schönwetterperiode ohne Niederschläge auch einer Reinigung der alten Wasserflecken bedürft.

Ein- und Ausschiffung verliefen relativ problemlos. Bei der Einschiffung ging zwar alles recht schnell wegen der getätigten Online-Buchung, aber das Hafenpersonal schaffte es dennoch, dass die am Kai angebrachten Kabinenaufkleber auf dem kurzen Weg zum Schiff abgingen und wir bis kurz vor dem Auslaufen (wir waren bereits Stunden an Bord) erst unserer Gepäck erhielten.

Aufgrund der Größe des Schiffes und seiner reichhaltigen Ausstattung konnten sich die Gäste auf dem Schiff gut verteilen, ohne dass Gedränge aufkam. Lediglich zu den Mahlzeiten morgens und mittags kam es im Selbstbedienungsrestaurant zu Staus, auch weil sich unter den Hilfstafeln an der Decke über den Thekenbereichen nicht immer die dargestellten bzw. zugehörigen Nahrungsmittel befanden. Leider verging auch nicht ein Tag, wo nicht mindestens ein Aufzug ausgefallen war und man Verzögerungen im Kauf nehmen musste.
Note: 1

Die Kabinen:

Wir hatten auch bei dieser Fahrt wieder eine Außenkabine mit Bullauge. Die Einrichtung war auf allen bisherigen Fahrten gleich, so dass man zum einen wusste, was man mitzunehmen hat und zum anderen sich wiederum gleich heimisch fühlte. Die Kabine verfügt über ausreichend Platz, gute Ausstattung und war gepflegt und sauber. Das Personal war sehr aufmerksam und ließ sich ständig etwas als „Surprise“ einfallen. Aufgrund der Schiffsgröße und der modernen Motoren merkte man kein Vibrieren und konnte angenehm schlafen. Vielleicht lag es aber auch am ruhigen schönen Herbstwetter. Die Kabinen und Betten wurden zweimal täglich gemacht und die Handtücher immer komplett täglich gewechselt (auch die ungebrauchten). Leider erhält man Bademäntel nicht in allen Kabinenkategorien. Ein Ausleihen im Nachhinein war nicht möglich. Beim nächsten Mal packen wir unsere eigenen wieder ein.
Note: 2

Das Essen:

Das Abendessen (bis zu 6 Gänge) in Menuform war vorzüglich, ausreichend, abwechselungsreich und italienisch geprägt (ist ja auch eine italienische Reederei). Jeden Abend aber eine andere Auswahl. Frühstück und Mittagessen nahmen wir in Buffetform im Selbstbedienungsrestaurant ein. Alternativ ist beides aber auch im Restaurant möglich. Trotz des häufig großen Andrangs und des z.T. mangelhaften Anstands der Mitreisenden und der auch hieraus resultierenden Geräuschkulisse haben wir uns für die Selbstbedienung entschieden, da wir hier einfach selbst die „Qual der Wahl“ haben und wir nicht wie beim Bedienen um dieses oder jenes bitten müssen. Zwar gab es jeden Tag die gleiche Auswahl, aber jeder Reisende hat wohl seine alltäglichen Essgewohnheiten, denen er auch nachkommen konnte. Ein Kritikpunkt beim Abendessen war aber der häufig auftretende Fotoservice, der unbedingt und ständig Aufnahmen machen wollte, um sie später auch zu verkaufen. Dies stört aber die Atmosphäre beim Essen, aber sie lassen sich auch wegschicken, wenn man dies nicht möchte. Zum Frühstück gab es kostenlos Wasser, Kaffee, Tee, Milch und Säfte, zum Mittagessen kostenlos Wasser im Selbstbedienungsrestaurant. Die übrigen Getränke sind zu kaufen, wobei die Preise aufgrund des zusätzlichen Serviceaufschlages von 15% sehr hoch sind. Auch die etwas preisgünstigeren Getränkepakete beinhalten diesen Aufschlag, auf den bei der Reisebuchung jedoch nicht hingewiesen wurde. Kauft man die Getränkepakete hingegen bereits bei der Buchung, entfällt dieser Serviceaufschlag und das Paket selbst ist zudem noch ein kleinwenig preiswerter. Die früher üblichen und täglichen Mitternachtsbuffets wurden nicht mehr angeboten, in den Bars wurden ab 24.00 Uhr Tabletts mit kleinen Snacks herumgereicht.
Note: 3

Den Service:

Das Kabinen- und das Tischpersonal beim Abendessen stets freundlich, aufmerksam, zuvorkommend, höflich und ordentlich. Dass das Personal im Selbstbedienungsrestaurant dem nicht ganz entsprechen kann, dürfte aufgrund des Verhaltens der Reisenden wohl nachvollziehbar sein. Das Personal gab aber trotzdem auch ihr bestes, wo dies auch möglich war. Auch das Personal in den Bars und auf den Decks war immer freundlich, nett und sehr bemüht. Aber hier trägt auch das Verhalten der Reisenden dazu bei. Das Personal an Rezeption und Accounting könnten aber etwas motivierter und fremdsprachengerechter sein und sich ein Beispiel an den anderen zuvor genannten Servicekräften nehmen. Wenn man Bord- und Reiseinformationen in sechs Sprachen gedruckt anbietet, sollte auch das anwesende Rezeptionspersonal diese Sprachen beherrschen, um Fragen oder Anliegen lösen zu können. Die Organisation beim Ein- und Auschecken könnte sicherlich auch verbessert werden. Zwar ließen sich die Abläufe durch Eigeninitiativmaßnahmen leicht verkürzen, wenn man dazu auch den Mut aufbrachte. Das Motto „Frechheit siegt“ erfüllt leider noch immer seinen Zweck. Was uns aber absolut missfiel war der Umstand, dass die nach der Fluganreise am Hafenkai im Beisein des Einschiffungspersonals angebrachten Originalkabinenaufkleber während des Transports vom Kai bis zum Kabinendeck verloren gingen und wir nicht unser Gepäck erhielten. Wir waren bereits mehrere Stunden an Bord und erhielten unser Gepäck erst wenige Minuten vor dem Auslaufen des Schiffes und dies auch erst auf mehrmalige Nachfrage. Die an den Gepäckstücken zusätzlich vorhandenen Namens- und Adressschilder wurden nicht beachtet. Bei Abgleich der Personendaten mit den Kabinenpersonendaten hätten die Gepäckstücke leicht zugeordnet werden können. Außerdem mussten wir unser Gepäck dann selbst zur Kabine noch bringen, da hierfür kein Personal wegen des Schiffsauslaufens zur Verfügung stand.
Note: 2

Das Unterhaltung-/Sportangebot:

Hier wird einem auf dem Schiff nicht langweilig. Neben den Ausflügen standen tagsüber noch der Poolbereich und abends das Theater an. Der Poolbereich hat ein tolles Ambiente und nettes Personal. Es fehlen aber Möglichkeiten zum Wechseln der nassen Badebekleidung. Man konnte hierfür lediglich die Toilettenbereiche aufsuchen, wobei die „Beschriftungszeichen“ etwas irreführend waren. Wir fanden es sehr positiv vom Poolpersonal, dass nicht benutzte durch Handtücher „reservierte“ Liegen freigeräumt wurden. Auch war das zufahrbare Pooldach in den Morgen- und Abendstunden sehr angenehm, da man zu dieser Zeit weitgehend ungestört von sonstigen Reisenden seine Bahnen schwimmen konnte – auch im Wettkampfstil.

Das Programm im Theater war sehr kurz und abwechselungsreich, aber leider auch zu kurz. Dazu musste man sich auch jedes Mal vorher die neuesten Marketingattacken des Kreuzfahrtdirektors anhören. In den Bars / Lounges gab es schöne Nebenher-Musik verschiedener Stilrichtungen.

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