Mit der MSC Poesia um Dänemark - enttäuschend. vom 12.06.2010
Reisebericht / Bewertung vom 12.06.2010 zum Schiff MSC Poesia:
Alter: 25-30 Jahre
Reisedatum: 05 - 2010
bisherige Kreuzfahrten: erste
Note: 5
Ihre Reiseroute:
Von Hamburg über die Nordsee, einmal um Dänemark herum und dann durch die Ostsee nach Kiel. Eben eine Mini-Kreuzfahrt. Allerdings wurde die Route so ungünstig gelegt, dass die Duty-Free-Geschäfte nicht öffnen durften. Und andere Geschäfte gab es an Bord nicht. Raucher bekamen keine Zigaretten (nicht einmal versteuerte!), und hoffentlich hatte niemand seine Zahnbürste vergessen...
Note: 4
Das Schiff allgemein:
Da dies mein erster Versuch in Sachen Kreuzfahrt war, vermute ich dass es sich hier um ein durchschnittliches, modernes Kreuzfahrtschiff handelt. Nicht ganz das was ich erwartet habe. Bettenburg auf dem Wasser. Viele Leute auf engem Raum. Alles vorhanden was versprochen wurde, wenn auch alles sehr klein (Disco, Fitnessraum, Whirlpool, Sonnendeck). Ganz offensichtlich auf Effizienz ausgelegt, nicht auf Wohlbefinden. Geht man übers Schiff, gibt es ungefähr alle fünf Meter eine Kasse an der man irgendwas kaufen kann (meistens Cocktails). Setzt man sich irgendwo hin, wird man auch meistens zum Kauf von irgendwas genötigt.
Note: 2
Die Kabinen:
Wie ein kleines Hotelzimmer, aber mit Vollausstattung. Besonders erwähnenswert finde ich die geradezu luxuriös ausgestattete Nasszelle mit komfortabler Dusche, mit Thermostat (so fängt der Tag gut an). Sehr guter Reinigungsservice, der auch zweimal am Tag die Kabine von Tag (Sofa) auf Nacht (Bett) umdekoriert. Einzelbetten konnten ganz einfach zum Doppelbett zusammengeschoben werden und wurden dementsprechend auch bezogen (Respekt!). VORSICHT: "Eventuell Sichteinschränkung" heißt genausoviel wie: Man kann nur bis zum Rettungsboot gucken, und dies verdeckt die KOMPLETTE Aussicht. Nur Licht kommt noch rein...
Note: 4
Das Essen:
Natürlich ist es auf einem Schiff nicht ganz einfach, 3000 Essen in zwei Sitzungen in zwei Restaurants à la minute zu servieren (sind ja immerhin 750 Essen gleichzeitig). Die Auswahl der Gerichte und die Zubereitung ließen jedoch noch viel mehr zu wünschen übrig. So isst man vermutlich auch in einer italienischen Jugendherberge, nur dass es hier eben auf vier Gänge aufgeteilt serviert wird. Erstaunlich gut hingegen waren die Vorspeisen, und hier besonders die Qualität der Zutaten. Aber hier benötigt es eben auch keiner Zubereitung. Vom Buffetrestaurant würde ich unter allen Umständen abraten! Zwar ist das Essen hier auch nicht schlechter, jedoch bekommt man auch bei mäßigem Andrang erst nach sehr langem Suchen einen Platz, wenn überhaupt!
Note: 4
Den Service:
Wenn man sich denn irgendwie verständlich machen konnte (Englisch war bei weitem nicht ausreichend!) wurde einem meist irgendwie geholfen. Umso besser natürlich, je mehr man gekauft hat. Erstaunlich nett und hilfsbereit waren hingegen die Mitarbeiter vom Kabinenservice, Reinigungspersonal, Kofferträger, Deckschrubber...
Note: 2
Das Unterhaltung-/Sportangebot:
Für die Unterhaltung gab es ein Theater an Bord, in dem allabendlich eine kleine bunte Bühnenshow aufgeführt wurde. Dies war für uns meist das Highlight des Tages und eine willkommene Einstimmung auf den Abend an Bord. Das Sportangebot haben wir nicht getestet, aber wie bereits oben beschrieben wirkte das "Fitnessstudio" lächerlich klein. Auch der Pool auf dem Sonnendeck lässt einen von einem Beckenrand zum anderen nicht viel mehr als drei, vier Schwimmzüge machen (Sport ist dann doch was anderes). Einen Tennisplatz gab es, auf dem obersten Deck, hinter dem Schornstein. Ganz nett, funktioniert aber wohl nur bei Windstille. Sonst ist es dort oben sehr stürmisch.






