11. Woche Ägäis mit der AIDA Aura im Mai: Der Traum von der Kreuzfahrt war etwas getrübt. vom 16.05.2011
Reisebericht / Bewertung vom 16.05.2011 zum Schiff AIDA Cruises: AIDAaura:
Alter: 45-50 Jahre
Reisedatum: 05 - 2011
bisherige Kreuzfahrten: 10-20
Note: 3
Ihre Reiseroute:
Kreuzfahrtanfängern nötigt die AIDA Aura immer noch Respekt ab, keine Frage. Für jemanden allerdings, der schon einmal vor Jahren mit AIDA gereist ist und sich auch auf Schiffen der Konkurrenz hat fortbewegen lassen, mag die aktuelle Reise auf der AIDA Aura (Route 1 Woche Antalya, Istanbul, Izmir, Pireus/ Athen, Rhodos, Antalya) mitunter einen etwas zwiespältigen Eindruck hinterlassen haben...
Note: 2
Das Schiff allgemein:
Der optische Zustand des Schiffes ist, gleichwohl es schon 2003 in Dienst gestellt wurde, immer noch beeindruckend. Technische Pannen sind mir nicht untergekommen. Die Hygiene ist allgemein als vorbildlich zu werten. Überall wird man regelrecht genötigt, sich die Hände zu desinfizieren. Auch die Sauberkeit der Kabinen und der öffentlichen Bereiche läßt nichts zu wünschen übrig. Meine herpesgeplagte Freundin konnte unbedenklich die öffentlichen Toiletten benutzen, ohne inkommodiert zu sein. Das Interieur wirkt - bis auf wenige Ausnahmen - noch recht frisch und nicht verbraucht. Möglichkeiten, sich die Langeweile z.B. an einem Seetag zu vertreiben, gibt es genügend. Und: man soll es nicht glauben, es gibt sogar Orte auf dem Schiff, wo man sich zurückziehen und einigermaßen Ruhe finden kann. Der SPA-Bereich ist immer noch vorbildlich und, wie ich finde, um Klassen besser als auf den neuen großen AIDA-Schiffen.
Note: 3
Die Kabinen:
Die Kabinen (ob außen oder innen) sind - wär hätte es gedacht - klein, aber zweckmäßig eingerichtet, allerdings nur mit dem nötigsten. Immerhin gibt es für jede Kabine einen Safe. Die Röhrenfernseher wirken etwas antiquiert, aber wer guckt schon Fernsehen auf einer Kreuzfahrt? Den Ablageflächen und Staumöglichkeiten sind natürlich auf so engem Raum Grenzen gesetzt. Das Niveau selbst guter 3-Sterne-Hotelzimmer erreichen diese Kabinen nicht. Abhängig von der Lage (wir hatten eine Kabine weit vorne) können durchaus Antriebs (Bugstrahlruder)- und andere mechanische Geräusche insbesondere beim Anlegen des Schiffes den frühmorgentlichen Frieden in der trauten Kabine stören.
Note: 3
Das Essen:
Eins vorweg: Sparen Sie sich den Gang ins ROSSINI. Den Titel "Gourmet-Restaurant" hat es sicher nicht verdient. Wir hatten die Idee, uns am Abend des Seetages (2. Reisetag)abends ein wenig verwöhnen zu lassen. Das Essen (6-Gänge-Menü mediterran) war allenfalls mittelmäßig. Die zweimal hintereinander (!) als Beiwerk aufgetischte Sauce hatte den Geschmack von aufgeschäumter Seife. Qualität, Raffinesse und Vielseitigkeit standen jedenfalls nicht auf dem Speisenplan, vermutlich auch nicht im Lastenheft der Küche. Dem Budget sowie der Fantasie des Koches sind offenbar enge Grenzen gesetzt, für die wir immerhin einen Obolus von 36,-€ berappt haben (ohne Getränke, versteht sich). Vor Jahren hatten wir auf der AIDA Cara in der Karibik noch ganz andere Erfahrungen gemacht. Schade, schade, schade. In den Buffet-Restaurants muß man vor allen Dingen eines haben: Geduld! Und: Reihen Sie sich tunlichst hinten an, wie es sich gehört. Gleich eingangs wird man von einem freundlichen Security-Mann gebeten, die Hände vorzustrecken. Und dann gibt es sogleich einen Spritzer Desinfektionsmittel auf die Handteller. Dagegen ist prinzipiell nichts einzuwenden, aber man fühlt sich doch ein wenig vorgeführt wie ein Schulbube. Trotz Themenabenden konnte die Vielfalt des Speisenangebotes nicht wirklich überzeugen. Immerhin: es gab genug von (fast) allem. Das Essen war gut und schmackhaft, wenngleich allerdings die richtigen Schmankerln unter der strengen Kontrolle des Service wohldosiert auf den Teller kamen. Es gab allerdings, so man wollte, durchaus Nachschlag. Am lästigsten war noch die Suche nach einem freien Platz, die allerdings selten den Charakter eines Schlachtengetümmels annahm. Sehr ärgerlich: es gibt im Marktrestaurant mittlerweile ob des stattlichen Menschenandranges 2 Tischzeiten. Uns ist es passiert, daß wir regelrecht aus dem Restaurant genötigt wurden, obwohl wir uns gerade noch einen Käseteller organisiert hatten, den wir unverrichteter Dinge haben stehen lassen müssen. Das nenne ich nicht unbedingt gastfreundlich. Im Gegensatz zu früher gibt es keinerlei Kulanz, wenn es um die Einhaltung der Essenszeiten geht!!! Für das Personal sicher o.k., aber der Gast sieht sich mithin genötigt, ständig ängstlich auf seine Uhr zu schauen, auf dass er sich auch ja im Zeitlimit bewege. Schade, schade, schade...
Note: 3
Den Service:
Das Servicepersonal war durchaus freundlich und aufmerksam, bisweilen aber - siehe oben - auch sehr bestimmend. Auch ein Ausdruck des offensichtlichen Missfallens konnte einen unverhohlen treffen, wenn man sich nicht an die Spielregeln (z.B. Essenszeiten) hielt. Das Kabinenpersonal war untadelig.
Note: 2
Das Unterhaltung-/Sportangebot:
Für Leute, die Musicals mögen, sind die abendlichen Shows im Theater durchaus sehens- und hörenswert. Allerdings wird hier beileibe nicht jeder Musikgeschmack bedient. Kann ja auch nicht...Man kann sich jedoch alternativ in eine der hübschen Bars zurückziehen, wo durchaus gediegene Livemusik geboten wurde. Das Sportangebot ist reichhaltiger und abwechslungsreicher als das Speisenangebot.






